02. - 03.12. Brüderwochenende in Wrist
Ein besonderes Wochenende
Zum 11. Mal fuhren wir – eine Gruppe Männer der Christlichen Versammlung Kiel – nach Wrist, um ein Kurz-Wochenende im Freizeitheim der Christlichen Versammlung Wrist zu verbringen. Wir haben dort gemeinsam darüber nachgedacht, was uns die Bibel vorgibt über den Umgang mit unserem Körper, mit unserer Zeit und mit unserem Geld. Aus der Fülle der Beiträge hier einige Schwerpunkte.
In unserer Zeit betreiben viele einen regelrechten Körperkult. Tadellose Figur und Aussehen, Gesundheit und Leistungsfähigkeit sollen mit allen nur möglichen Mitteln erreicht und bis ins Alter bewahrt werden. Auf der anderen Seite betreiben viele andere einen rücksichtslosen Raubbau ihres Körpers durch ungesunde Ernährung, Überarbeitung, Vergnügungssucht, Rauchen, Alkohol, Drogen.
Die Bibel macht deutlich: Gott hat unseren Körper geschaffen, und wir sollen verantwortungsvoll mit ihm umgehen. Gesunde Ernährung und ausreichender Schlaf gehören dazu; Arbeit und Erholung sollen in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander stehen. Wir treiben keinen Kult mit unserem Körper, denn wir wissen, dass wir ihn einmal ablegen und dann für die Ewigkeit einen neuen und vollkommenen Leib bekommen werden. Zugleich ist aber bei jedem Nachfolger Jesu Christi der Leib schon hier ein Tempel des Heiligen Geistes. Es gilt deshalb alles zu unterlassen, was Gott und den Heiligen Geist betrüben könnte. Das gilt neben dem Bereich von Essen, Trinken und Arbeit insbesondere auch auf sexuellem Gebiet.
Wie der Körper ist auch die Zeit von Gott geschaffen und uns zur verantwortlichen Nutzung überlassen. Gott allein kennt die uns zur Verfügung stehende Lebenszeit; in jungen Jahren erscheint sie unübersehbar lang, im Alter wie im Flug vergangen. Um Zeit vernünftig und sinnvoll zu nutzen, gilt es Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, den „Terminkalender“ nicht zu überfrachten, aber auch die Zeit nicht unnütz „totzuschlagen“.
Erlöste Christen setzen ihre Zeit soweit wie möglich für Gott ein. Zum Beten, Bibellesen, Gemeindebesuch, für Aufgaben in der Gemeinde und zur Hilfe für andere Menschen, dazu sind sie berufen. Die Zeit und die Gelegenheiten, die wir in diesem Leben für Gott nicht genutzt haben, können wir auch in der Ewigkeit nicht nachholen.
Geld ist inzwischen ein „Lebensmittel“ geworden, ohne dem man in dieser Welt nicht auskommt. Leider ist es, anders als die Zeit, sehr ungleich verteilt. Während sowohl beim Millionär als auch beim Hartz-IV-Empfänger Tage und Jahre gleich lang sind, unterscheidet sich die ihnen zur Verfügung stehende Geldmenge himmelweit. Doch wie viel braucht ein Mensch wirklich zum Leben? Auch da sind die Unterschiede außerordentlich. In Deutschland gilt ein Minimum von ca. 20 Euro pro Tag, in den ärmsten Ländern haben viele weniger als einen Euro täglich. So wollen denn auch wir uns in unseren Ansprüchen bescheiden und nicht alles haben wollen, was möglich ist.
Die Bibel legt den Grundsatz fest, dass wir nicht alles Geld für uns verbrauchen, sondern davon auch weitergeben. Für das Volk Israel hatte Gott im Alten Testament den zehnten Teil des Einkommens als Mindestabgabe zum Unterhalt der Diener Gottes und zur Unterstützung von Armen festgelegt. Im Neuen Testament gibt es eine solche starre Grenze nicht. Das Anliegen aber ist gleich geblieben. Auch heute wird im Werk Gottes Geld benötigt – zur Versorgung derer, die in Gemeinde oder Mission tätig sind, zur Unterhaltung der Gemeinderäume und für die Anschaffung nötigen Materials.
Darüber hinaus werden wir im Neuen Testament oft aufgefordert, den Notleidenden zu helfen. So wollen auch wir unsere Augen offen halten, wo Not gelindert werden kann, nicht mit kalter Hand, sondern mit warmem Herzen. Denn auch alles was wir haben, verdanken wir letztlich Gott. Ihm wollen wir dafür nicht nur mit Worten danken, sondern auch mit der Tat. Und er hat versprochen: „Wer segensreich sät (verteilt), der wird auch segensreich ernten.“
(Otto Willenbrecht)
