Weltweit werden Christen verfolgt
In einer vermeintlich freien Welt, die Andersdenkende toleriert, gibt es die traurige Wirklichkeit der teils massiven Christenverfolgung, insbesondere in den Gebieten des moslemischen Glaubens.
Wir berichten über die traurigen und menschenverachtenden Übergriffe auf Christen.
Nur weil sie an den lebendigen Gott und seinen Sohn Jesus Christus glauben.
Warum müssen Menschen, die
- friedliebend sind,
- keine Gewalt anwenden und
- die Liebe Gottes zu uns Menschen predigen,
verfolgt werden?
Bitte, beten Sie für die verfolgten Christen!
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Aktuelle Gebetsanliegen:
Januar 2010:
14.01. - Indonesien
Christliche Lehrerin ist frei
Nach fast einem Jahr in Haft ist Wilhelmina Holle wieder frei. Die 49-jährige Lehrerin und Christin aus Indonesien wurde am 10. Dezember aus dem Gefängnis Masohi, einer Stadt in der Provinz Maluku (Molukken) entlassen. "Ich konnte nur noch weinen und Gott dafür danken", sagte sie am Telefon zu Open Doors.
Regelmäßig hatten sie Mitarbeiter des Hilfswerkes für verfolgte Christen im Gefängnis besucht, um sie zu ermutigen. "Ich sehe nun, dass Gott diese Zeit zugelassen hat, damit mein Glaube an ihn wieder stark wird." Wie die Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und einem Sohn erzählt, ist ihre Liebe und Hingabe zu Jesus im Gefängnis gewachsen. Jeden Tag hinter Gittern begann sie mit Gebet, Lobliedern und Bibel lesen. "Ich bin eine leidenschaftliche Lehrerin gewesen", erzählt Wilhelmina Holle, "doch durch meine Arbeit in einem muslimisch geprägten Umfeld verlor mein Glaube an Jesus für mich an Bedeutung. Ich erinnerte mich wieder an Gottes Treue. Von der Festnahme an, vor Gericht, bei der Urteilsverkündung: Er war stets an meiner Seite." Seit 11. Januar unterrichtet sie an einer christlichen Schule in Ambon, wo sie auch lebt.
Proteste eskalierten
Die frühere Lehrerin für Mathematik und Indonesisch an einer öffentlichen Schule in Masohi soll einige ihrer Schüler privat unterrichtet und dabei den Islam beleidigt haben. Sie beteuert ihre Unschuld. Sie sei an besagtem Tag überhaupt nicht in der Stadt gewesen,sagte sie aus. Vor Gericht bestätigten auch drei ihrer Schüler, dass Holle niemals den Islam beleidigt hatte. Doch das Gerücht breitete sich aus. Am 9. Dezember 2008 eskalierten die Proteste von 500 aufgebrachten Demonstranten. In Letwaru, einer überwiegend von Christen bewohnten Ortschaft im Masohi Distrikt, zerstörten Radikale 67 Häuser von Christen, vier Geschäfte und zwei Kirchen. Letwaru grenzt an ein muslimisches Dorf. Einzig eine Straße trennt die Gemeinschaften voneinander.
Gebet für Verfolger
Gemeinsam mit Asmara Wasahua, einem führenden Muslim der Region, wurde Wilhelmina Holle im Februar vorigen Jahres zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Auch er ist inzwischen wieder frei. Mehrere Male besuchte sie in der Haft den Mann, der für ihre Inhaftierung maßgeblich verantwortlich ist. Denn Wasahua verteilte Zettel mit hasserfüllten Botschaften; er heizte die Demonstranten gegen Christen an und schürte die Unruhen. Im Büro des Staatsanwaltes betete Wilhelmina einmal mit drei anderen Christen für ihn: „Mit lauter Stimme bat ich Gott, ihm zu vergeben.“ Der anwesende Wasahua sei daraufhin in Tränen ausgebrochen.
(Quelle: Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Danken Sie Gott dafür, dass Wilhelmina Holle wieder vereint ist mit ihrer Familie.
- Beten Sie für ihre berufliche Zukunft. Sie möchte eine Zusatzqualifikation erreichen, die es ihr ermöglicht, wieder an öffentlichen Schulen zu unterrichten.
- Beten Sie für Frieden und Versöhnung zwischen Christen und Muslimen auf den Molukken. Dort kam es 1999 bis 2001 zu heftigen Unruhen zwischen Muslimen und Christen.
für Alimjan Yimit.
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13.01. - Algerien
Radikale zünden Kirche an
Nach der Zerstörung einer Kirche im algerischen Tizi Ouzou ruft das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors weltweit zu Gebeten für die Christen auf. Seit geraumer Zeit wird die "Tafath"-Gemeinde von radikalen Muslimen bedroht. In der Nacht vom 9. auf den 10. Januar brachen mehrere Männer in das Gemeindehaus ein, verwüsteten die Einrichtung und setzten es schließlich in Brand.
Polizei ordnete Schließung an
Zu der vor fünf Jahren gegründeten evangelischen Gemeinde gehören viele ehemalige Muslime. Bis vorigen November versammelten sich die Mitglieder in einem gemieteten Gebäude. Das wurde für die fast 350 Gottesdienstbesucher zu eng. Über die Eröffnung einer neuen Kirche in Bekkar, einem Distrikt östlich von Tizi Ouzuo, und die vielen Besucher sind die muslimischen Anwohner verärgert, hieß es in einem Bericht in der algerischen Zeitung "El Watan". Obwohl die "Tafath" der Evangelischen Kirche Algeriens (EPA) angeschlossen ist, ordnete die Polizei kurz nach der Eröffnung die Schließung der Kirche an. Pastor Kirèche widersetzte sich der Anordnung.
Chronik der letzten Tage
Rund 20 Muslime umstellten am 26. Dezember das Gebäude und boykottierten den Weihnachtsgottesdienst. Besucher wurden daran gehindert, in die Kirche zu gehen. Laut "El Watan" riefen die Demonstranten: "Algerien ist das Land des Islam! Geht woanders beten." Die Gruppe aus Muslimen hielt sich bis zum 28. Dezember vor der Kirche auf. Zudem wurde in das Gebäude eingebrochen und Mikrofone und Lautsprecher gestohlen. Am 30. Dezember wurde die Stromzufuhr gekappt. Während eines Gottesdienstes am 2. Januar drangen mehrere Männer in die Kirche und bedrohten Christen. Die Versammlung wurde umgehend beendet. Seitdem wird den Christen der Zugang zur Kirche verweigert. Berichten zufolge wurde der Pastor Mustafa Krireche mit dem Tode bedroht. Polizei und Behörden versuchten am 9. Januar die vor der Kirche verbliebenen Muslime zu beruhigen. Später brachen einige in das Gebäude ein. Polizisten konnten die Eindringlinge nach einiger Zeit aufhalten. Doch in der Nacht brachen Muslime erneut ein, zerstörten die Einrichtung und setzten schließlich das Haus in Brand.
(Quelle: Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten Sie für Mut und Schutz für die Christen der "Tafath"-Gemeinde.
- Beten Sie, dass die Polizei die Gemeinde vor den zunehmenden Angriffen schützt. Häufig greifen Behörden nicht oder zu spät ein.
- Beten Sie für Weisheit für die Gemeindeleiter.Beten wir für die Shouwang-Gemeinde, die durch eine schwere Zeit geht. Mögen die Glaubensgeschwister füreinander einstehen, sich ermutigen und gegenseitig stärken.
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12.01. - Malaysia
Acht Kirchen angegriffen
Auf ein Gerichtsurteil zugunsten von Christen in Malaysia reagierten radikale Muslime mit Angriffen auf acht Kirchen. Auslöser war das Urteil des Obersten Gerichtshofes des südostasiatischen Landes vom 31. Dezember. Demnach dürfen auch Christen Gott mit dem Namen "Allah" bezeichnen. Wie der Informationsdienst Compass Direct berichtete, wurden am 8. Januar Brandsätze in die Höfe von vier Kirchen in Kuala Lumpur und dem benachbarten Petaling Jaya geworfen. Zu drei weiteren Anschlägen kam es am 10. Januar in Taiping, Melaka und Miri. Eine weitere Kirche traf es am 11. Januar in Seremban. Berichte über Verletzte gab es nicht.
Urteil: Kein Alleinanspruch auf "Allah"
Richter Lau Bee Lan sprach das umstrittene Urteil mit der Begründung, die katholische Zeitung "Herald" habe ein verfassungsmäßiges Recht, in der malaiischen Sektion der mehrsprachigen Zeitschrift das Wort "Allah" für Gott zu verwenden. Die Entscheidung führte zu einem Aufruhr unter muslimischen Gruppen. Nach Freitagsgebeten riefen sie zu landesweiten Protesten auf. Ihrer Meinung nach, dürfe "Allah" nur im Zusammenhang mit dem Islam gebraucht werden. Das Innenministerium legt am 4. Januar Berufung ein. Zwei Tage später ließ das Gericht eine einstweilige Verfügung gegen den Gebrauch des Wortes "Allah" bis zur weiteren Verhandlung zu. Die rund 27 Millionen Einwohner Malaysias sind zu etwa 60 Prozent muslimisch, 19 Prozent buddhistisch. Neun Prozent sind Christen. Etwa sechs Prozent sind Hindus. Fast drei Prozent sind Anhänger des Konfuzianismus, Taoismus oder anderen traditionellen chinesischen Religionen.
"Bitte betet für uns"
Bei den angegriffenen Kirchen handelt es sich um die Metro Tabernacle (Assembly of God), Life Chapel (Brüdergemeinde), Good Shepherd Lutheran Church und Assumption Church (katholisch). Mehr oder weniger leicht beschädigt wurden zudem die anglikanische All Saints' Church in Taiping, die Melaka Baptist Church in Melaka, die katholische Shepherd Church in Miri sowie die evangelische Sidang Injil Borneo in Seremban. Berichten zufolge gingen telefonisch bei zwei weiteren Gemeinden Drohungen ein. Sam Ang, Generalsekretär der nationalen Evangelischen Allianz, bittet dringend um Gebet. Gegenüber Compass Direct sagte er: "Wir sehen das als eine Gelegenheit, dem Herrn zu vertrauen und unseren Glauben neu zu beleben." Trotz der Anschläge haben sich Gemeinden am Sonntag zu Gottesdiensten versammelt.
Anschläge verurteilt
Leitende Beamte und Oppositionsführer haben die Anschläge verurteilt. Die Polizei versprach eine Erhöhung der Sicherheit an Kirchen. Doch wegen des Personalmangel müssen die Gemeinden ihre eigenen Sicherheitsvorkehrungen verstärken. Christliche Leiter, Politiker und Nichtregierungsorganisationen äußerten sich schockiert. Pastor Dr. Hermen Shastri, Generalsekretär des Rates malaysischer Kirchen, forderte die Regierung auf, "Null-Toleranz zu zeigen für die Anwendung, Drohung oder Anstiftung von Gewalt, um Druck auf die Entscheidung des Gerichtes auszuüben." Etliche örtliche Kommentatoren kritisierten Premierminister Najib Abdul Razak und Innenminister Hishammuddin Hussein dafür, dem Anstieg der Spannung in den ersten Tagen nach der Gerichtsentscheidung nicht entgegengetreten zu sein.
(Quelle: Compass Direct/Übersetzung Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten Sie für die Christen in Malaysia. Der Konflikt um die Benutzung des Wortes Allah währt schon viele Jahre.
- Beten Sie für die Mittel, die zerstörten Kirchen wieder instandzusetzen.
- Beten Sie für Mut und Zuversicht für die Gemeinden.Beten wir für die verurteilten Christen und ihre Angehörigen.
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12.01. - Äthiopien
Christ heimtückisch ermordet
In einem überwiegend von Muslimen bewohnten Gebiet in Äthiopien wurde ein Christ heimtückisch ermordet. Auf dem Nachhauseweg von seinem Restaurant in Senkele im Bundesstaat Oromia wurde Markos Lagiso von einem bislang unbekannten Mann von hinten mit Machetenhieben getötet. Der Mord ereignete sich am 20. Dezember. Lagiso hinterlässt seine Frau Sintayehu und sieben Kinder im Alter zwischen zehn und 25 Jahren. Der Mitte 50-Jährige war ein erfolgreicher Geschäftsmann und aktives Mitglied der „Full Gospel Church“ in Senbet-Senkele. Er unterstützte die Kirche finanziell. Darin sehen Kirchenmitglieder auch das Motiv für seine Ermordung. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Am 23. Dezember berief die Gebietsverwaltung ein Treffen mit Clanchefs der Gegend ein. Auch Kirchenleiter nahmen teil. Die Teilnehmer wurden laut Aussagen von Christen gewarnt, hinter der Ermordung des Christen religiöse Verfolgung zu sehen. Lagiso sei nicht aufgrund seines Glaubens getötet worden, sondern aus politischen Gründen. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Konflikten zwischen Muslimen und Christen in muslimisch dominierten Gebieten Äthiopiens. Von den 85 Millionen Einwohnern sind 63 Prozent Christen.
Christ setzte sich ein
Im September vorigen Jahren wurde eine andere Kirche in Senkele angegriffen. Die Polizei verhaftete einige Muslime und zwei Christen. Sie wurden beschuldigt, Seiten aus einem Koran herausgerissen zu haben. Markos Lagiso stellt die Kaution von umgerechnet je 150 Euro für die beiden Christen und beteiligte sich an den Kosten für ihren Rechtsbeistand. Neutral eingestellte Muslime warnten Kirchenleiter vor einem Angriff auf Markos Lagiso durch radikale Muslime. Eine Woche vor seinem Tod soll Lagiso seiner Frau gesagt haben, dass er um sein Leben fürchte.
„Wir leben in Angst“
„Bitte betet für uns, dass Gott uns die Kraft gibt, diese schwere Zeit durchzustehen“, bittet die Witwe. „Ich weiß, dass Gott unsere Gerechtigkeit ist. Aber betet, dass die Angriffe auf uns aufhören. Betet für meine Söhne. Sie sind über den Tod ihres Vaters sehr wütend.” Mitarbeiter des Hilfswerkes Open Doors besuchten Sintayehu und ihre Kinder. Gemeindeleiter Tadele* sagte Open Doors: „Niemand von uns ist hier sicher. Wir leben in Angst. Wir hörten, dass radikale Muslime ihre Angriffe auf Christen im Vorfeld der Wahlen im Mai fortsetzen wollen. Vermutlich werden die Behörden nicht viel dagegen machen, denn sie wollen sich die Stimmen der Muslime sichern. Die harte Zeit ist noch nicht vorüber.“ Einige Christen hätten Angst, Versammlungen zu besuchen. Sie würden sich fragen, wer der Nächste sei.
* Name geändert
(Quelle: Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten Sie für Sintayehu und ihre sieben Kinder. Möge Gott sie durch diese schwere Zeit führen.
- Beten Sie dafür, dass die Christen vertrauensvoll auf Gottes Gerechtigkeit blicken und sich nicht einschüchtern lassen. Die Leiter der Gemeinden brauchen viel Weisheit.
- Beten Sie für die Sicherheit der Christen.
- Beten Sie auch für die Mitarbeiter von Open Doors, die die Kirche in dem Gebiet mit Schulungen und Seminaren unterstützen.
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08.01. - Iran
Hartes Vorgehen gegen Christen hält an
Das harte Vorgehen der Regierung gegen Christen im Iran hält an. Polizisten verhafteten im Dezember 2009 mehrere Hausgemeindechristen. Mindestens fünf ehemalige Muslime sind im Norden des Landes noch immer Haft. Die Mutter eines zehnjährigen Mädchens wurde für drei Monate unter Hausarrest gestellt. Auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex des Hilfswerkes Open Doors steht der Iran auf Platz 2, auf der Liste von 50 Ländern, in denen Christen am meisten verfolgt werden.
Christin soll zum Islam zurückkehren
Per Haftbefehl des Revolutionsgerichtes holten am 16. Dezember 2009 Sicherheitsbeamte in Mashhad Hamideh Najafi aus ihrer Wohnung. Zudem durchsuchten die Beamten ihre Wohnung und beschlagnahmten persönliche Dinge. Laut Farsi Christian News Network (FCNN) verurteilte ein Gericht am 30. Dezember die Frau zu drei Monaten Hausarrest. Für ihre kleine Tochter wurde ein gesetzlicher Vormund bestimmt. Das Kind leidet an einer Nieren- und Blasenkrankheit. Es darf bei den Eltern bleiben, unter der Bedingung, dass die Mutter ihren christlichen Glauben aufgibt und nicht mehr öffentlich über Jesus Christus spricht. Ein Rechtsbeistand wurde Najafi verweigert. Während des Verhörs wurde die ehemalige Muslima von Beamten aufgefordert, zum Islam zurückzukehren und die Namen von weiteren Christen verraten, so FCNN. Auch ihr Mann sei verhört worden. Die Beamten verbanden ihm die Augen und drohten damit, ihn vor den Augen seiner Frau zu verprügeln. Najafi hatte sich zunächst geweigert, ein Geständnis zu unterschreiben, mit dem sie erklärt, geistig gestört zu sein. Aufgrund des erzwungenen Geständnisses sei anfangs angeordnet worden, ihr das Kind wegzunehmen. Formelle Anklage gegen Najafi wurde nicht erhoben. Weiterhin wird ihr vorgeworfen, Kontakt mit einem ausländischen christlichen Fernsehdienst aufgenommen zu haben, was als „politisches“ Verbrechen gelte.
Verhöre und Verhaftungen
Der Informationsdienst Compass Direct meldete, dass am 21. und 29. Dezember die Weihnachtsfeierlichkeiten von zwei Hausgemeinden in der Region Teheran von Polizisten unterbrochen und mehrere Personen festgenommen wurden. Vier Christen von ihnen seien noch im Gefängnis.
In Shiraz wurden vor einigen Tagen acht Christen zur Vernehmung über ihre Aktivitäten im vergangenen Jahr auf eine Polizeistelle einbestellt. Nach wenigen Stunden wurden sie wieder entlassen. Die acht waren vor über einem Jahr festgenommen, aber wieder freigelassen worden. In Rasht ist Pastor Yousef Nadarkhani nach seiner Festnahme am 13. Oktober noch immer im Gefängnis.
Ein Informant sagte Compass Direct, dass ein unter dem Namen Shaheen bekannter Christ im November 2009 aus der Haft entlassen worden ist. Er wurde seit 31. Juli festgehalten. Shaheen gehörte zu den sechs Christen, die man bei einer Razzia bei einem Treffen aus 24 Christen in Fashan nördlich von Teheran verhaftet hatte.
(Quelle: Compass Direct/Übersetzung Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten Sie für Hamideh Najafi, ihren Mann und ihre kleine Tochter. Die Familie ist im Visier der Behörden und braucht Ermutigung und Weisheit. Sie darf keine christliche Gemeinde mehr besuchen.
- Beten Sie für die Christen, die sich noch immer in Haft befinden. Es ist schwierig, nähere Informationen über sie zu bekommen.
- Beten Sie für die vielen ehemaligen Muslime im Iran. Ihre Entscheidung, Christ zu werden, wird von der Regierung und Teilen der Gesellschaft als Schande für den Islam angesehen.
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08.01. - Ägypten
Sechs Christen erschossen
In Ägypten endete ein koptischer Weihnachtsgottesdienst mit einer Gewalttat. Nach der nächtlichen Weihnachtsmesse am 6. Januar in der St.-Johannes-Kirche in Nag Hammadi standen die Besucher vor der Kirche zusammen. Plötzlich näherte sich ein Auto. Mutmaßlich drei fanatische Muslime schossen wahllos auf die Menschenmenge. Sechs Christen und ein Wachmann wurden getötet. Neun weitere teilweise schwer verletzt.
Trotz vorheriger Gewaltandrohung lehnte es die Polizei ab, die Sicherheitskräfte zum Schutz der Kirche zu verstärken. Wie viele orthodoxe Glaubensgemeinschaften feiern Kopten das Christfest am 7. Januar. Wie Zeugen der Polizei berichteten, soll unter den Tätern der ortsansässige Muslim Mohammed Ahmed Hussein gewesen sein. Wie es hieß, sei Hussein für frühere Verbrechen bislang nicht verhaftet worden, weil er unter dem Schutz einflussreicher Mitglieder der regierenden Nationaldemokratischen Partei stehen soll.
Racheakt angedroht
Aus Sicherheitsgründen war der Gottesdienst bereits um 23 Uhr beendet worden. Einige Gemeindemitglieder hatten zuvor Drohanrufe erhalten, dass Muslime während der Weihnachtsfeierlichkeiten die Vergewaltigung eines Mädchens rächen wollen. Im November 2009 soll ein 12-jähriges muslimisches Mädchen von einem koptischen Jugendlichen entführt und vergewaltigt worden sein, woraufhin hunderte Muslime in Farshut, nahe Nag Hammadi, die Geschäfte von Christen niederbrannten. Am 7. Januar zogen Tausende von Kopten in Nag Hammadi auf die Straße, um gegen den mangelhaften Schutz von Christen in Ägypten vor muslimischer Gewalt zu demonstrieren. Schätzungsweise 5.000 Kopten nahmen an der Beerdigung der sechs Christen teil.
(Quelle: Compass Direct/Übersetzung Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten Sie für die Christen in Ägypten. Radikale Muslime gehen immer wieder gegen Christen vor.
- Beten Sie für dafür, dass die Regierung Kirchen vor Angriffen schützt.
- Beten Sie für Muslime, die Christen wurden. Häufig müssen sie vor ihrer eigenen Familie fliehen, die es als Schande ansieht, wenn ein Muslim den Islam verlässt.
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06.01. - Weltweit
Weltverfolgungsindex 2010 erschienen
In keinem anderen Land der Welt werden Christen so unerbittlich verfolgt wie in Nordkorea, alarmiert Open Doors. Zum achten Mal in Folge führt das abgeschottete Land den Weltverfolgungsindex 2010 (WVI) an, den das internationale Werk heute vorstellt.
Platz 2 belegt der Iran, gefolgt von Saudi-Arabien auf Platz 3.
In acht Ländern unter den ersten zehn des WVI ist der Islam die Religion der Mehrheit. Muslime dürfen ihre Religion dort nicht frei wählen. Wird ein Muslim Christ, wird er dafür oft von der eigenen Familie geächtet.
Rund 100 Millionen Christen werden weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt, schätzt Open Doors. Jedes Jahr bewertet das Werk die Religionsfreiheit für Christen in 50 Ländern mit Verfolgung anhand von Befragungen vor Ort, Berichten über Übergriffe und Experteneinschätzungen.
Hier werden Christen am stärksten verfolgt
Platz 1 Nordkorea
Platz 2 Iran
Platz 3 Saudi-Arabien
Platz 4 Somalia
Platz 5 Malediven
Platz 6 Afghanistan
Platz 7 Jemen
Platz 8 Mauretanien
Platz 9 Laos
Platz 10 Usbekistan
„Wir stehen in der Verantwortung“
Der Weltverfolgungsindex sei ein Gradmesser der Christenverfolgung. Doch er zeige auch an, wo Christen dringend Ermutigung und Hilfe benötigen, sagt Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland. Er appelliert an Christen, nicht tatenlos zu bleiben und sich verstärkt für verfolgte Christen einzusetzen: „Wir tragen Verantwortung für unsere bedrängten Glaubensgeschwister. Gerade weil Unrechtsregime ihre Übergriffe geheim halten wollen, dürfen wir es nicht zulassen, dass zur Verfolgung noch das Vergessen kommt. Jeder Christ, der für sein Bekenntnis zu Jesus Christus verhaftet, gefoltert oder gar getötet wird, sollte mindestens einen Christen an seiner Seite wissen, der für ihn betet und ihn unterstützt.“ So würden sich Christen in Nordkorea gestärkt fühlen, weil sie wissen, dass andere Christen weltweit für sie beten und ihre Situation bekannt machen, so Rode.
Nordkorea: Kampf ums Überleben
Das Regime in Nordkorea sieht in Christen Staatsfeinde. Rigoros geht es systematisch mit Hausdurchsuchungen, Verhaftungen, Arbeitslagerstrafen für die gesamte Familie eines entdeckten Christen oder Hinrichtungen gegen Christen vor. Mindestens 200.000 Christen versammeln sich nur im Untergrund; nahezu 70.000 sind in Arbeitslagern gefangen. Christliche Aktivitäten sollen im Keim erstickt werden. Bei Hausdurchsuchungen sind viele Christen entdeckt worden. In Gefangenschaft wurden sie schrecklich gefoltert, berichteten Informanten. „Es ist unbeschreiblich, wie wir hier leiden“, schreibt ein einheimischer Christ an Open Doors, das seit Jahren die Untergrundgemeinde unterstützt. „Die Menschen hungern und kämpfen um das tägliche Überleben. Doch wir haben keinen Zweifel daran, dass Gott auch dieses Land verändern wird.“ - Obwohl Christen ihr Leben riskieren, wollen sie sich weiter für die Untergrundgemeinde engagieren, so die Aussagen von nordkoreanischen Hausgemeindeleitern: Heimlich, manchmal nur zu zweit, treffen sie sich zu Gottesdiensten oder unterstützen isoliert lebende Christen, aber auch nicht-christliche Landsleute. In den vergangenen zehn Jahren habe die Zahl der Christen in Nordkorea zugenommen. Hausgemeinden haben sich vernetzt und erstmals eine eigene Gebetskampagne in ihrem Land initiiert. Damit wollen sie sich für Veränderungen in ihrer Heimat einsetzen. Open Doors Deutschland (Kelkheim bei Frankfurt am Main) schließt sich dieser Initiative mit der deutschlandweiten Aktion „Bete für Nordkorea“ an.*
Iran: Vorgehen gegen Hausgemeinden
Von einem 3. Platz rückte die Islamische Republik Iran auf Platz 2 vor. Die Regierung setzte ihr hartes Vorgehen gegen die wachsenden Hausgemeinden aus ehemaligen Muslimen fort. Mindestens 85 Christen wurden im Berichtszeitraum November 2008 bis Oktober 2009 verhaftet. Viele von ihnen wurden in Haft misshandelt. Zwar sind die meisten inzwischen freigelassen worden, doch sind noch Gerichtsverfahren anhängig. Jederzeit könnte es zu einer Verurteilung kommen. Viele Freigelassene werden weiterhin überwacht und bedroht. Die Verhaftungen lösten bei iranischen Christen Angst aus.
Saudi-Arabien: Religionswechsel nicht erlaubt
Im streng islamischen Königreich Saudi-Arabien auf Platz 3 des WVI sind 99 Prozent der Bevölkerung Muslime. Muslime, die Christen wurden, können ihren Glauben nur heimlich praktizieren. Der Abfall vom Islam gilt aufgrund der in diesem Land geltenden Scharia als todeswürdiges Verbrechen.
Mauretanien und Somalia: Dramatische Entwicklung
Deutlich verschlechterte sich die Lage für Christen im nordafrikanischen Mauretanien. Um zehn Positionen rückte das islamische Land auf Platz 8 vor. Im Juni ermordeten Islamisten einen ausländischen Christen. Innerhalb der folgenden zwei Monate verhaftete die Polizei 185 Christen. Massive Verfolgung erlebten im vorigen Jahr auch die Christen in Somalia (Platz 4). Im April führte das Parlament die Scharia, das islamische Recht, ein. Die wenigen einheimischen Christen und ehemaligen Muslime sind im Visier der Regierung und islamistischer Milizen. Mindestens elf Christen wurden ermordet. Verschlechtert hat sich die Lage auch für Christen im Jemen (7), Vietnam (21), Aserbaidschan (24), Tadschikistan (32), der Türkei (35), Tunesien (43) und Kirgisistan (49). Weniger Berichte über Verfolgung von Christen erhielt Open Doors aus (25), Indien (26), Kuba (38), Jordanien (39), Sri Lanka (40) und Indonesien (48).
(Quelle: Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten Sie für die vielen Christen, die für ihren Glauben weltweit verfolgt werden. Trotzallem wollen sie standhaft sein.
- Beten Sie weiter für die nordkoreanische Untergrundgemeinde. In den vergangenen Jahren haben sich die Hausgemeinden stärker vernetzen und sich dadurch gegenseitig ermutigen und helfen können.
- Beten Sie für Muslime, die Christen wurden. Für ihre persönliche Glaubensentscheidung werden sie häufig in ihrer Heimat von der eigenen Familie verfolgt.
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05.01. - Algerien
Weihnachtsgottesdienst boykottiert
Im nordafrikanischen Algerien boykottierten Muslime einen Weihnachtsgottesdienst. Rund 50 Demonstranten versperrten am 26. Dezember 2009 die Türen zur Tafat-Kirche in Tizi-Ouzou (Kabylei), etwa 100 Kilometer östlich von Algier. Besucher wurden daran gehindert, in die Kirche zu gehen. Zu der vor fünf Jahren gegründeten evangelischen Gemeinde gehören viele ehemalige Muslime. Bis vorigen November versammelte sich die Gemeinde in einem gemieteten Gebäude. Das wurde für die fast 350 Gottesdienstbesucher zu eng. Über die Eröffnung einer neuen Kirche und die vielen Besucher seien die muslimischen Anwohner verärgert, hieß es in einem Bericht in der Zeitung „El Watan“. Sie würden befürchten, dass Jugendliche mit finanziellen Anreizen in die Kirche gelockt werden. Berichten zufolge wurde der Pastor der Gemeinde, Mustafa Krireche, mit dem Tode bedroht.
Christen unerwünscht
Anwohner haben einige Wochen zuvor eine Petition gegen den Bau dieser Kirche unterzeichnet, berichtete der Informationsdienst Compass Direct. „Algerien ist das Land des Islam! Geht woanders beten", hätten einige Demonstranten gesagt. Die Kirche sei eine Beleidigung für Muslime. „Wir werden nicht zulassen, dass sie ihren Glauben ausüben, selbst wenn sie die Genehmigung dafür haben. Es gibt eine Moschee für diejenigen, die zu Gott beten wollen", so ein Muslim. Die Demonstranten hielten sich bis zum 28. Dezember vor der Kirche auf. Zudem wurde in die Kirche eingebrochen und Mikrofone und Lautsprecher gestohlen. Am 30. Dezember wurde die Stromzufuhr gekappt.
65.000 Christen in Algerien
Youssef Ourahmane, ein algerischer Gemeindeleiter, sieht hinter den Protesten das Werk von Islamisten und möglicherweise auch eine neue Taktik der Regierung, um die Kirche nicht selbst zwangsweise schließen zu müssen. Die wachsende Zahl von Muslimen, die Christen wurden, sei für die muslimische Gemeinschaft wie ein Verrat, erklärte Ourahmane. Nach inoffiziellen Schätzungen sollen in Algerien 12 000 bis 40 000 Christen leben. Christliche Leiter glauben jedoch, dass die Zahl bei 65 000 liegen könnte. In der Kabylei, wo die meisten algerischen Christen leben, gibt es laut Ourahmane etwa 64 Kirchen sowie Hausgemeinden.
(Quelle: Compass Direct/Übersetzung Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten Sie für die Christen in Algerien. Sie sind der Regierung und auch extremistischen Muslime ein Dorn im Auge.
- Beten Sie für die wachsenden Gemeinden. Die Pastoren und Gemeindeleiter brauchen viel Weisheit.
- Beten Sie für die vielen Männer und Frauen, die neu zum christlichen Glauben gekommen sind. Sie brauchen Begleitung und Bibeln.
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Dezember 2009
10.12. - China
15 Jahre Gefängnis für uigurischen Christen
Alimjan Yimit wurde zu 15 Jahre Gefängnis verurteilt. Wie der Informationsdienst Compass Direct auf Berufung auf China Aid Association (CAA) berichtete, verurteilten chinesische Behörden den uigurischen Christen stillschweigend wegen „Weitergabe von Staatsgeheimnissen an ausländische Organisationen“. Laut CAA wurde dem 36-jährigen Hausgemeindeleiter am 27. Oktober das Urteil im Gefängnis verlesen. Er sei in Berufung gegangen. Seit seiner Verhaftung am 11. Januar 2008 wird er im Haftzentrum Kashgar im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang in China festgehalten.* Die Anklage, so sein Anwalt Li Dunyoung, basiere auf harmlosen Interviews, die er Medien außerhalb von China gegeben habe. „Das Urteil ist weit schwerer, als ich erwartet hatte", so Li in einer am 7. Dezember veröffentlichen CAA-Pressemitteilung. Es sei die Höchststrafe für einen Vorwurf dieser Art. Hierfür erforderlich ist, so Li, dass seine Aktivitäten so gedeutet werden, dass er mit ihnen einen „irreparablen, schweren Schaden für die Nation verursacht“ habe.
CAA ruft zu Protesten auf
CAA-Präsident Bob Fu sagte, Alimjans Urteil sei das schwerste für einen Hausgemeindeleiter in fast einem Jahrzehnt. „Wir rufen die UN und Menschen mit Gewissen auf der ganzen Welt dazu auf, bei der chinesischen Regierung gegen diesen schweren Fall religiöser Verfolgung zu protestieren", sagte Fu. Alimjan wurde vom Staatssicherheitsdienst von Kashgar zunächst aufgrund „des Verdachts, der nationalen Sicherheit zu schaden" am 11. Januar 2008 inhaftiert. Seine Familie befürchtete die Todesstrafe. Der ehemalige Muslim Alimjan sei Informanten zufolge immer loyal gegenüber der chinesischen Regierung gewesen. Er habe seine Steuern treu bezahlt, aber keine dort üblichen Bestechungsgelder. Seine Kinder schickte er in dem überwiegend uigurischen Gebiet auf eine Chinesisch sprachige Schule.
Anwalt: Religiös motivierte Verfolgung
Im Februar 2008 änderte man die Vorwürfe gegen ihn in „Anstiftung zur Sezession" und Weitergabe von Staatsgeheimnissen. Wegen der ungenügenden Beweislage wurde der Fall im Mai 2008 jedoch an die Staatsanwaltschaft zurückgegeben. In diesem Jahr gab es nur wegen des zweiten Vorwurfs am 28. Juli 2009 eine Geheimverhandlung gegen Alimjan. Bei einem Besuch seines Anwalt Li am 21. April deutete der Christ an, es sei ihm nicht gestattet, über seinen Gesundheitszustand zu sprechen. Zeugen hatten gesehen, wie Polizisten und ein Gefängnisarzt ihn am 30. März in ein Krankenhaus brachten. „Bei dem ganzen Fall dreht es sich um Fragen der religiösen Überzeugung, die von voreingenommenen Strafverfolgungsbeamten, Staatsanwälten und dem Gericht gegen ihn angewandt wurden, weil er sich vom Islam zum Christentum bekehrt hat", sagte Anwalt Li. Da die Behörden alles fürchten, was sie nicht kontrollieren können, scheint man die Leitung der uigurischen Kirche aus dem Weg räumen zu wollen, so Informanten. Der ehemalige Muslim wurde vor über zehn Jahren Christ. Seitdem ist er ein engagiertes Mitglied der wachsenden uigurischen Kirche. Freunde vermuten, dass dies der Grund für seine Inhaftierung sei. Alimjan Yimit leitete ein landwirtschaftliches Unternehmen. Ihm wurde vorgeworfen, sein Geschäft als Deckmantel zu benutzen, um das Evangelium den muslimischen Uiguren zu verkünden. In der Region der ethnischen Uiguren geht die Regierung seit zwei Jahren scharf vor, nachdem es zu Unruhen kam. In Xinjiang herrscht Unmut zwischen den dort einheimischen Uiguren und Han-Chinesen wegen des Anspruchs auf Land und das reiche Vorkommen von Mineralien. Zudem praktiziert die überwiegende Mehrheit der Uiguren den Islam, während die meisten Chinesen offiziell Atheisten bzw. Anhänger buddhistischer oder synkretistischer Volksreligionen sind. Nur eine Handvoll der schätzungsweise 10 Millionen Uiguren in China sind Christen.
* Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors hatte zu ein Gebet und einer Schreibaktion für Alimjan Yimit und seine Frau Gulnur und die zwei Kinder aufgerufen. Es bittet weiterhin für die Familie zu beten und ihr zu schreiben. siehe www.opendoors-de.org (unter „Einsatz“/Schreiben)
(Quelle: Compass Direct/Übersetzung Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten Sie für Alimjan Yimit.
- Beten Sie auch für die Familie. Alimjan ist mit Gulnur verheiratet und sie haben einen 8-jährigen Sohn und eine 5-jährige Tochter. Jeglicher Kontakt zu seiner Familie ist dem Christen seit seiner Verhaftung verboten.
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03.12. - China
Shouwang-Gemeinde vertrieben
Die Shouwang-Hausgemeinde in der chinesischen Hauptstadt Peking musste Ende Oktober ihre angemieteten Räume am „Huajie Platz“ räumen. Dreieinhalb Jahre lang hatten sich die 500 Mitglieder dort zu Gottesdiensten getroffen. Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors bittet für die Gemeinde zu beten. Die Behörden des Bezirkes Haidian hatten den Vermieter unter Druck gesetzt, das Mietverhältnis mit den Christen zu beenden. Um dem Vermieter Schwierigkeiten zu ersparen, beschlossen die Gemeindeleiter vor Ablauf des Mietvertrages auszuziehen. Bereits mehrmals zuvor musste die Shouwang-Gemeinde angemietete Gebäude räumen, etwa vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Im Vorfeld ging die Regierung hart gegen Hausgemeindechristen vor. Nur in staatlich erlaubten Kirchen ist in China die Religionsausübung offiziell erlaubt. Die meisten der rund 80 Millionen Christen jedoch gehören zu staatlich verbotenen Hausgemeinden. Sie sind in einigen Provinzen harter behördlicher Willkür oder Verfolgung ausgesetzt. In größeren Städten treffen sich Hausgemeinden mit Hunderten von Mitgliedern durchaus in Hotels oder angemieteten Bürogebäuden. Doch jederzeit können Behörden die Gebäude räumen und die „illegalen“ Versammlungen verbieten.
Gottesdienst im Schnee
Um ihre Gottesdienste dennoch feiern zu können, zog die Gemeinde am 1. November vor das Osttor des Haidan-Paks. Der Park selbst war von der Polizei für die Öffentlichkeit geschlossen worden, um diese Versammlung dort zu verhindern. Weil es den Christen wichtig war, am „Tag des Herrn“ Gottesdienst zu feiern, organisierte die Leitung für die 500 Mitglieder bei starkem Schneefall drei „Open Air-Gottesdienste“. Am darauffolgenden Sonntag feierten sie wieder vor dem Park. Allerdings ohne Pastor Jin Tianming. Polizisten hatten ihn aus seiner Wohnung zu einem dreistündigen Verhör abgeholt. Kurz vor dem Chinabesuch des US-amerikanischen Präsidenten Obama am 16. November hatten die Behörden vor Versammlungen dieser Art gewarnt. Doch die Gemeinde konnte ihren Gottesdienst am 15. November ungehindert in einem Theater vor der „Central University of Nationalities“ feiern.
Bereit zur Nachfolge sein
Die Shouwanger-Gemeindeleiter schrieben in einem Brief an die Gemeindemitglieder: „Wir wissen nicht, was der Gemeinde bevorsteht. Es ist ein Weg, den unsere Generation noch nie gegangen ist. Aber wir glauben, dass es ein Weg ist, den der Herr Jesus gegangen ist. Solange wir bereit sind, uns Gott hinzugeben und den Preis der Nachfolge zu bezahlen, wird der Herr uns in ihm auf jeden Fall zum Sieg führen.“
(Quelle: Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten wir für die Shouwang-Gemeinde, die durch eine schwere Zeit geht. Mögen die Glaubensgeschwister füreinander einstehen, sich ermutigen und gegenseitig stärken.
- Beten wir für neue Räume. Die Immobilienpreise in Peking sind hoch und die Gemeinde muss nun noch weitere umgerechnet 984 000 Euro aufbringen. Doch selbst, wenn sie ein Gebäude finden, können sie jederzeit wieder vertrieben werden.
- Beten wir, dass die Gemeinde eine Möglichkeit findet, sich zu versammeln, wenn auch unter freiem Himmel. Im Winter können die Temperaturen in Peking auf minus 10°C sinken.
__________________________________________________________________________________________
02.12. - China
Hohe Gefängnisstrafen für Hausgemeindeleiter
Fünf Hausgemeindeleiter wurden am 25. November 2009 in der nordostchinesischen Provinz Shanxi zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt. Das berichtete der Informationsdienst Compass Direct. Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors bittet für die Verurteilten und ihre Angehörigen zu beten. Der chinesische Sicherheitsdienst (PSB) nahm die Leiter der Fushan-Kirche am 25. September 2009 ohne Haftbefehl fest. Die Christen waren auf dem Weg nach Peking, um gegen die Zerstörung eines Gemeindehauses auf dem Gelände einer Schuhfabrik in Linfen und das brutale Vorgehen gegen Christen am 13. September zu protestieren.
Hohe Strafen
Laut „China Aid Association“ (CAA) wurde die Hausgemeindeleiterin Yang Rongli vom Volksgerichtshof des Bezirks Raodu in Linfen (Provinz Shanxi) zu sieben Jahre Gefängnis verurteilt. Ihr wird „illegale Besetzung von landwirtschaftlicher Nutzfläche“ und "Störung der Personenverkehrsordnung durch Versammlung von Menschenmengen" vorgeworfen. Ihr Mann, Wang Xiaoguang, bekam drei Jahre Gefängnis für „illegale Besetzung von landwirtschaftlicher Nutzfläche". Unter demselben Vorwurf wurden Cui Jianxing zu viereinhalb Jahren und Yang Xuan zu dreieinhalb Jahren verurteilt. Zhang Huamei erhielt vier Jahre Gefängnis wegen "Störung der Personenverkehrsordnung durch Versammlung von Menschenmengen".
"Ungerechte Strafe"
Laut Epoch Times hatte ein Verwandter eines Gemeindemitgliedes die Bauerlaubnis für die Schuhfabrik erhalten und der zur Fushan-Kirche angehörenden Gemeinde in Linfen gestattet, sich auf dem Gelände zu versammeln. Die Gemeinde wurde zu groß, um sich in Privathäusern zu treffen. Das Netzwerk der Fushan Linfener Hausgemeindebewegung hat etwa 50.000 Mitglieder. Laut CAA-Präsident Bob Fu sei es über 30 Tochtergemeinden der Fushan-Kirche in der Umgebung untersagt worden, sich zum Gottesdienst in ihren Hausgemeinden und Privathäusern zu versammeln. „Unschuldige Hausgemeindeleiter zu sieben Jahren Haft zu verurteilen, ist das schwerste Urteil seit 2004, als der führende Hauskirchenleiter, Pastor Zhang Rongliang*, eine Strafe ähnlichen Ausmaßes erhielt", so Bob Fu in einer Pressemitteilung. „Wir verurteilen diese ungerechten Urteile scharf, die auf erfundenen Anklagen basieren."
Hintergrund:
Am 13. September 2009 gingen 400 uniformierte Polizisten sowie Zivilisten mit Planierrauben und Schaufeln, Schlagstöcken, Steinen, Eisenhaken und anderen Waffen gegen die Gemeindemitglieder vor und rissen die Wände des im Rohbau befindlichen Gemeindehauses ein. Sie prügelten auf die Christen bzw. Bauarbeiter ein, die bei dem fast fertigen Fabrikgebäude übernachteten, das die Gemeinde als Versammlungsort nutzt. 100 Christen wurden verletzt, etliche von ihnen schwer. Der Rohbau des Gemeindehaues wurde abgerissen. Auch 17 weitere Gebäude auf dem Gelände wurden zerstört, meldete Compass Direct. Fushaner Sicherheitsbehörden sollen, laut CAA, kirchlichen Leitern ca. 139.700 Euro Schadensersatz angeboten haben, wenn sie im Gegenzug kein Haus mehr für religiöse Zwecke bauen würden. Die meisten der schätzungsweise 80 Millionen Christen in China gehören zu staatlich nicht-registrierten Gemeinden.
*Seit Jahren ruft das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors zu Gebet für den an Diabetes erkrankten gefangenen Zhang Rongliang und seine Frau Chen auf. siehe Schreibaktion
(Quelle: Compass Direct/Übersetzung Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten wir für die verurteilten Christen und ihre Angehörigen.
- Beten wir auch für die Hausgemeinden der Fushan-Bewegung. Die Christen werden von den Behörden weiter schikaniert und brauchen einen sicheren Versammlungsort. Sie brauchen viel Weisheit.
- Beten wir weiter für Zhang Rongliang und seine Frau Chen.
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November 2009:
27.11. - Äthiopien
Witwe monatelang unschuldig in Haft
Immer wieder kommt es vor, dass unschuldige Christen der Lästerung des Islam beschuldigt werden. So erging es auch Etetu aus dem ostafrikanischen Äthiopien. Sie braucht unser Gebet. Die Witwe musste für vier Monate ins Gefängnis. Sie lebt in Hamaressa in der mehrheitlich von Muslimen bewohnten Region Harari. Fundamentalistische Muslime werfen ihr vor, den Islam beleidigt zu haben. Der Vorwurf konnte nicht bewiesen werden; selbst für ihre muslimischen Nachbarn und Kunden kam er überraschend.
Vorwurf: Koran entweiht
Etetu kommt aus einfachen Verhältnissen. Ihren Lebensunterhalt verdient sie sich mit dem Verkauf von Snacks in ihrem kleinen Kiosk. Sie gehört zu einer protestantischen Gemeinde und ist in der Nachbarschaft und ihrer Gemeinde bekannt für ihre Freundlichkeit und Gastfreundschaft. Im Oktober vorigen Jahres verhaftete sie die Polizei, nachdem ein Muslim behauptet hatte, Etetu habe Seiten aus dem Koran herausgerissen und Waren aus ihrem Kiosk darin eingewickelt. Die Polizei behauptete, Etetu zu ihrem eigenen Schutz in Haft genommen zu haben. Erfolglos setzten sich Kirchenleiter für ihre Freilassung ein. Erst nach vier Monaten kam sie nach Zahlung eines Bußgeldes von umgerechnet 50 Euro frei. Zwar sind seitdem viele Monate vergangen, doch Etetu bittet weiterhin um Gebet. Sie muss hart arbeiten, um die Umsatzrückstände wieder aufzuholen.
Gescheiterter Angriff
Kirchenleiter sehen hinter der willkürlichen Verhaftung den Versuch, verärgerte örtliche Muslime zu beruhigen. Gegenüber Open Doors berichteten sie, dass es vor der Verhaftung zu Spannungen zwischen Mitgliedern der äthiopisch-orthodoxen Kirche (EOC) und Muslime gekommen war. Harar, die Hauptstadt der Region Harari, gilt für äthiopische Muslime als die viertheiligste islamische Stadt nach Mekka, Medina und Jerusalem. Die örtlichen Muslime sind für ihren missionarischen Eifer bekannt. Im vergangenen Jahr verteilten sie an Kirchenmitglieder Videos mit islamischen Botschaften. Die EOC lud daraufhin ihre Mitglieder zu einer Schulung über den Islam in die Kirche ein. Darüber verärgerte Muslime wollten die Kirche in Hamaressa angreifen. Die Bundespolizei griff unverzüglich ein und verhaftete einige der Angreifer. Später demonstrierten Muslime in Hamaressa gegen die EOC. Noch bevor es zu einem geplanten Angriff auf Kirche kommen konnte, griff die Polizei ein. Daher vermuten lokale Kirchenleiter, dass die Extremisten „frustriert“ über den gescheiterten Angriff seien und deshalb Etetu der Blasphemie beschuldigten.
Von den 83 Millionen Einwohnern sind 53 Millionen Christen. 34 Prozent der Bevölkerung sind Muslime. Besonders in mehrheitlich von Muslimen bewohnten Gebieten kommt es zu Anfeindungen gegenüber Christen.
(Quelle: Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Danken wir für Etetus festes Vertrauen auf Gott.
- Beten wir, dass Gott für all das sorgt, was Etetu zum Leben braucht. Die Witwe muss allein für ihren Unterhalt sorgen.
- Wie Etetu leiden auch andere Christen für ihre Glauben, wenn sie inmitten einer muslimischen Ortschaft leben. Open Doors arbeitet hart daran, die Gemeinden zu unterstützen, damit diese sich um bedrängte Glaubensgeschwister kümmern können. Danken wir für die Möglichkeiten der Hilfe.
__________________________________________________________________________________________Dezember 2009:
10.12. - China
15 Jahre Gefängnis für uigurischen Christen
Alimjan Yimit wurde zu 15 Jahre Gefängnis verurteilt. Wie der Informationsdienst Compass Direct auf Berufung auf China Aid Association (CAA) berichtete, verurteilten chinesische Behörden den uigurischen Christen stillschweigend wegen „Weitergabe von Staatsgeheimnissen an ausländische Organisationen“. Laut CAA wurde dem 36-jährigen Hausgemeindeleiter am 27. Oktober das Urteil im Gefängnis verlesen. Er sei in Berufung gegangen. Seit seiner Verhaftung am 11. Januar 2008 wird er im Haftzentrum Kashgar im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang in China festgehalten.* Die Anklage, so sein Anwalt Li Dunyoung, basiere auf harmlosen Interviews, die er Medien außerhalb von China gegeben habe. „Das Urteil ist weit schwerer, als ich erwartet hatte", so Li in einer am 7. Dezember veröffentlichen CAA-Pressemitteilung. Es sei die Höchststrafe für einen Vorwurf dieser Art. Hierfür erforderlich ist, so Li, dass seine Aktivitäten so gedeutet werden, dass er mit ihnen einen „irreparablen, schweren Schaden für die Nation verursacht“ habe.
CAA ruft zu Protesten auf
CAA-Präsident Bob Fu sagte, Alimjans Urteil sei das schwerste für einen Hausgemeindeleiter in fast einem Jahrzehnt. „Wir rufen die UN und Menschen mit Gewissen auf der ganzen Welt dazu auf, bei der chinesischen Regierung gegen diesen schweren Fall religiöser Verfolgung zu protestieren", sagte Fu. Alimjan wurde vom Staatssicherheitsdienst von Kashgar zunächst aufgrund „des Verdachts, der nationalen Sicherheit zu schaden" am 11. Januar 2008 inhaftiert. Seine Familie befürchtete die Todesstrafe. Der ehemalige Muslim Alimjan sei Informanten zufolge immer loyal gegenüber der chinesischen Regierung gewesen. Er habe seine Steuern treu bezahlt, aber keine dort üblichen Bestechungsgelder. Seine Kinder schickte er in dem überwiegend uigurischen Gebiet auf eine Chinesisch sprachige Schule.
Anwalt: Religiös motivierte Verfolgung
Im Februar 2008 änderte man die Vorwürfe gegen ihn in „Anstiftung zur Sezession" und Weitergabe von Staatsgeheimnissen. Wegen der ungenügenden Beweislage wurde der Fall im Mai 2008 jedoch an die Staatsanwaltschaft zurückgegeben. In diesem Jahr gab es nur wegen des zweiten Vorwurfs am 28. Juli 2009 eine Geheimverhandlung gegen Alimjan. Bei einem Besuch seines Anwalt Li am 21. April deutete der Christ an, es sei ihm nicht gestattet, über seinen Gesundheitszustand zu sprechen. Zeugen hatten gesehen, wie Polizisten und ein Gefängnisarzt ihn am 30. März in ein Krankenhaus brachten. „Bei dem ganzen Fall dreht es sich um Fragen der religiösen Überzeugung, die von voreingenommenen Strafverfolgungsbeamten, Staatsanwälten und dem Gericht gegen ihn angewandt wurden, weil er sich vom Islam zum Christentum bekehrt hat", sagte Anwalt Li. Da die Behörden alles fürchten, was sie nicht kontrollieren können, scheint man die Leitung der uigurischen Kirche aus dem Weg räumen zu wollen, so Informanten. Der ehemalige Muslim wurde vor über zehn Jahren Christ. Seitdem ist er ein engagiertes Mitglied der wachsenden uigurischen Kirche. Freunde vermuten, dass dies der Grund für seine Inhaftierung sei. Alimjan Yimit leitete ein landwirtschaftliches Unternehmen. Ihm wurde vorgeworfen, sein Geschäft als Deckmantel zu benutzen, um das Evangelium den muslimischen Uiguren zu verkünden. In der Region der ethnischen Uiguren geht die Regierung seit zwei Jahren scharf vor, nachdem es zu Unruhen kam. In Xinjiang herrscht Unmut zwischen den dort einheimischen Uiguren und Han-Chinesen wegen des Anspruchs auf Land und das reiche Vorkommen von Mineralien. Zudem praktiziert die überwiegende Mehrheit der Uiguren den Islam, während die meisten Chinesen offiziell Atheisten bzw. Anhänger buddhistischer oder synkretistischer Volksreligionen sind. Nur eine Handvoll der schätzungsweise 10 Millionen Uiguren in China sind Christen.
* Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors hatte zu ein Gebet und einer Schreibaktion für Alimjan Yimit und seine Frau Gulnur und die zwei Kinder aufgerufen. Es bittet weiterhin für die Familie zu beten und ihr zu schreiben. siehe www.opendoors-de.org (unter „Einsatz“/Schreiben)
(Quelle: Compass Direct/Übersetzung Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten Sie für Alimjan Yimit.
- Beten Sie auch für die Familie. Alimjan ist mit Gulnur verheiratet und sie haben einen 8-jährigen Sohn und eine 5-jährige Tochter. Jeglicher Kontakt zu seiner Familie ist dem Christen seit seiner Verhaftung verboten.
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03.12. - China
Shouwang-Gemeinde vertrieben
Die Shouwang-Hausgemeinde in der chinesischen Hauptstadt Peking musste Ende Oktober ihre angemieteten Räume am „Huajie Platz“ räumen. Dreieinhalb Jahre lang hatten sich die 500 Mitglieder dort zu Gottesdiensten getroffen. Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors bittet für die Gemeinde zu beten. Die Behörden des Bezirkes Haidian hatten den Vermieter unter Druck gesetzt, das Mietverhältnis mit den Christen zu beenden. Um dem Vermieter Schwierigkeiten zu ersparen, beschlossen die Gemeindeleiter vor Ablauf des Mietvertrages auszuziehen. Bereits mehrmals zuvor musste die Shouwang-Gemeinde angemietete Gebäude räumen, etwa vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Im Vorfeld ging die Regierung hart gegen Hausgemeindechristen vor. Nur in staatlich erlaubten Kirchen ist in China die Religionsausübung offiziell erlaubt. Die meisten der rund 80 Millionen Christen jedoch gehören zu staatlich verbotenen Hausgemeinden. Sie sind in einigen Provinzen harter behördlicher Willkür oder Verfolgung ausgesetzt. In größeren Städten treffen sich Hausgemeinden mit Hunderten von Mitgliedern durchaus in Hotels oder angemieteten Bürogebäuden. Doch jederzeit können Behörden die Gebäude räumen und die „illegalen“ Versammlungen verbieten.
Gottesdienst im Schnee
Um ihre Gottesdienste dennoch feiern zu können, zog die Gemeinde am 1. November vor das Osttor des Haidan-Paks. Der Park selbst war von der Polizei für die Öffentlichkeit geschlossen worden, um diese Versammlung dort zu verhindern. Weil es den Christen wichtig war, am „Tag des Herrn“ Gottesdienst zu feiern, organisierte die Leitung für die 500 Mitglieder bei starkem Schneefall drei „Open Air-Gottesdienste“. Am darauffolgenden Sonntag feierten sie wieder vor dem Park. Allerdings ohne Pastor Jin Tianming. Polizisten hatten ihn aus seiner Wohnung zu einem dreistündigen Verhör abgeholt. Kurz vor dem Chinabesuch des US-amerikanischen Präsidenten Obama am 16. November hatten die Behörden vor Versammlungen dieser Art gewarnt. Doch die Gemeinde konnte ihren Gottesdienst am 15. November ungehindert in einem Theater vor der „Central University of Nationalities“ feiern.
Bereit zur Nachfolge sein
Die Shouwanger-Gemeindeleiter schrieben in einem Brief an die Gemeindemitglieder: „Wir wissen nicht, was der Gemeinde bevorsteht. Es ist ein Weg, den unsere Generation noch nie gegangen ist. Aber wir glauben, dass es ein Weg ist, den der Herr Jesus gegangen ist. Solange wir bereit sind, uns Gott hinzugeben und den Preis der Nachfolge zu bezahlen, wird der Herr uns in ihm auf jeden Fall zum Sieg führen.“
(Quelle: Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten wir für die Shouwang-Gemeinde, die durch eine schwere Zeit geht. Mögen die Glaubensgeschwister füreinander einstehen, sich ermutigen und gegenseitig stärken.
- Beten wir für neue Räume. Die Immobilienpreise in Peking sind hoch und die Gemeinde muss nun noch weitere umgerechnet 984 000 Euro aufbringen. Doch selbst, wenn sie ein Gebäude finden, können sie jederzeit wieder vertrieben werden.
- Beten wir, dass die Gemeinde eine Möglichkeit findet, sich zu versammeln, wenn auch unter freiem Himmel. Im Winter können die Temperaturen in Peking auf minus 10°C sinken.
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02.12. - China
Hohe Gefängnisstrafen für Hausgemeindeleiter
Fünf Hausgemeindeleiter wurden am 25. November 2009 in der nordostchinesischen Provinz Shanxi zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt. Das berichtete der Informationsdienst Compass Direct. Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors bittet für die Verurteilten und ihre Angehörigen zu beten. Der chinesische Sicherheitsdienst (PSB) nahm die Leiter der Fushan-Kirche am 25. September 2009 ohne Haftbefehl fest. Die Christen waren auf dem Weg nach Peking, um gegen die Zerstörung eines Gemeindehauses auf dem Gelände einer Schuhfabrik in Linfen und das brutale Vorgehen gegen Christen am 13. September zu protestieren.
Hohe Strafen
Laut „China Aid Association“ (CAA) wurde die Hausgemeindeleiterin Yang Rongli vom Volksgerichtshof des Bezirks Raodu in Linfen (Provinz Shanxi) zu sieben Jahre Gefängnis verurteilt. Ihr wird „illegale Besetzung von landwirtschaftlicher Nutzfläche“ und "Störung der Personenverkehrsordnung durch Versammlung von Menschenmengen" vorgeworfen. Ihr Mann, Wang Xiaoguang, bekam drei Jahre Gefängnis für „illegale Besetzung von landwirtschaftlicher Nutzfläche". Unter demselben Vorwurf wurden Cui Jianxing zu viereinhalb Jahren und Yang Xuan zu dreieinhalb Jahren verurteilt. Zhang Huamei erhielt vier Jahre Gefängnis wegen "Störung der Personenverkehrsordnung durch Versammlung von Menschenmengen".
"Ungerechte Strafe"
Laut Epoch Times hatte ein Verwandter eines Gemeindemitgliedes die Bauerlaubnis für die Schuhfabrik erhalten und der zur Fushan-Kirche angehörenden Gemeinde in Linfen gestattet, sich auf dem Gelände zu versammeln. Die Gemeinde wurde zu groß, um sich in Privathäusern zu treffen. Das Netzwerk der Fushan Linfener Hausgemeindebewegung hat etwa 50.000 Mitglieder. Laut CAA-Präsident Bob Fu sei es über 30 Tochtergemeinden der Fushan-Kirche in der Umgebung untersagt worden, sich zum Gottesdienst in ihren Hausgemeinden und Privathäusern zu versammeln. „Unschuldige Hausgemeindeleiter zu sieben Jahren Haft zu verurteilen, ist das schwerste Urteil seit 2004, als der führende Hauskirchenleiter, Pastor Zhang Rongliang*, eine Strafe ähnlichen Ausmaßes erhielt", so Bob Fu in einer Pressemitteilung. „Wir verurteilen diese ungerechten Urteile scharf, die auf erfundenen Anklagen basieren."
Hintergrund:
Am 13. September 2009 gingen 400 uniformierte Polizisten sowie Zivilisten mit Planierrauben und Schaufeln, Schlagstöcken, Steinen, Eisenhaken und anderen Waffen gegen die Gemeindemitglieder vor und rissen die Wände des im Rohbau befindlichen Gemeindehauses ein. Sie prügelten auf die Christen bzw. Bauarbeiter ein, die bei dem fast fertigen Fabrikgebäude übernachteten, das die Gemeinde als Versammlungsort nutzt. 100 Christen wurden verletzt, etliche von ihnen schwer. Der Rohbau des Gemeindehaues wurde abgerissen. Auch 17 weitere Gebäude auf dem Gelände wurden zerstört, meldete Compass Direct. Fushaner Sicherheitsbehörden sollen, laut CAA, kirchlichen Leitern ca. 139.700 Euro Schadensersatz angeboten haben, wenn sie im Gegenzug kein Haus mehr für religiöse Zwecke bauen würden. Die meisten der schätzungsweise 80 Millionen Christen in China gehören zu staatlich nicht-registrierten Gemeinden.
*Seit Jahren ruft das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors zu Gebet für den an Diabetes erkrankten gefangenen Zhang Rongliang und seine Frau Chen auf. siehe Schreibaktion
(Quelle: Compass Direct/Übersetzung Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten wir für die verurteilten Christen und ihre Angehörigen.
- Beten wir auch für die Hausgemeinden der Fushan-Bewegung. Die Christen werden von den Behörden weiter schikaniert und brauchen einen sicheren Versammlungsort. Sie brauchen viel Weisheit.
- Beten wir weiter für Zhang Rongliang und seine Frau Chen.
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November 2009:
27.11. - Äthiopien
Witwe monatelang unschuldig in Haft
Immer wieder kommt es vor, dass unschuldige Christen der Lästerung des Islam beschuldigt werden. So erging es auch Etetu aus dem ostafrikanischen Äthiopien. Sie braucht unser Gebet. Die Witwe musste für vier Monate ins Gefängnis. Sie lebt in Hamaressa in der mehrheitlich von Muslimen bewohnten Region Harari. Fundamentalistische Muslime werfen ihr vor, den Islam beleidigt zu haben. Der Vorwurf konnte nicht bewiesen werden; selbst für ihre muslimischen Nachbarn und Kunden kam er überraschend.
Vorwurf: Koran entweiht
Etetu kommt aus einfachen Verhältnissen. Ihren Lebensunterhalt verdient sie sich mit dem Verkauf von Snacks in ihrem kleinen Kiosk. Sie gehört zu einer protestantischen Gemeinde und ist in der Nachbarschaft und ihrer Gemeinde bekannt für ihre Freundlichkeit und Gastfreundschaft. Im Oktober vorigen Jahres verhaftete sie die Polizei, nachdem ein Muslim behauptet hatte, Etetu habe Seiten aus dem Koran herausgerissen und Waren aus ihrem Kiosk darin eingewickelt. Die Polizei behauptete, Etetu zu ihrem eigenen Schutz in Haft genommen zu haben. Erfolglos setzten sich Kirchenleiter für ihre Freilassung ein. Erst nach vier Monaten kam sie nach Zahlung eines Bußgeldes von umgerechnet 50 Euro frei. Zwar sind seitdem viele Monate vergangen, doch Etetu bittet weiterhin um Gebet. Sie muss hart arbeiten, um die Umsatzrückstände wieder aufzuholen.
Gescheiterter Angriff
Kirchenleiter sehen hinter der willkürlichen Verhaftung den Versuch, verärgerte örtliche Muslime zu beruhigen. Gegenüber Open Doors berichteten sie, dass es vor der Verhaftung zu Spannungen zwischen Mitgliedern der äthiopisch-orthodoxen Kirche (EOC) und Muslime gekommen war. Harar, die Hauptstadt der Region Harari, gilt für äthiopische Muslime als die viertheiligste islamische Stadt nach Mekka, Medina und Jerusalem. Die örtlichen Muslime sind für ihren missionarischen Eifer bekannt. Im vergangenen Jahr verteilten sie an Kirchenmitglieder Videos mit islamischen Botschaften. Die EOC lud daraufhin ihre Mitglieder zu einer Schulung über den Islam in die Kirche ein. Darüber verärgerte Muslime wollten die Kirche in Hamaressa angreifen. Die Bundespolizei griff unverzüglich ein und verhaftete einige der Angreifer. Später demonstrierten Muslime in Hamaressa gegen die EOC. Noch bevor es zu einem geplanten Angriff auf Kirche kommen konnte, griff die Polizei ein. Daher vermuten lokale Kirchenleiter, dass die Extremisten „frustriert“ über den gescheiterten Angriff seien und deshalb Etetu der Blasphemie beschuldigten.
Von den 83 Millionen Einwohnern sind 53 Millionen Christen. 34 Prozent der Bevölkerung sind Muslime. Besonders in mehrheitlich von Muslimen bewohnten Gebieten kommt es zu Anfeindungen gegenüber Christen.
(Quelle: Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Danken wir für Etetus festes Vertrauen auf Gott.
- Beten wir, dass Gott für all das sorgt, was Etetu zum Leben braucht. Die Witwe muss allein für ihren Unterhalt sorgen.
- Wie Etetu leiden auch andere Christen für ihre Glauben, wenn sie inmitten einer muslimischen Ortschaft leben. Open Doors arbeitet hart daran, die Gemeinden zu unterstützen, damit diese sich um bedrängte Glaubensgeschwister kümmern können. Danken wir für die Möglichkeiten der Hilfe.
__________________________________________________________________________________________Dezember 2009:
10.12. - China
15 Jahre Gefängnis für uigurischen Christen
Alimjan Yimit wurde zu 15 Jahre Gefängnis verurteilt. Wie der Informationsdienst Compass Direct auf Berufung auf China Aid Association (CAA) berichtete, verurteilten chinesische Behörden den uigurischen Christen stillschweigend wegen „Weitergabe von Staatsgeheimnissen an ausländische Organisationen“. Laut CAA wurde dem 36-jährigen Hausgemeindeleiter am 27. Oktober das Urteil im Gefängnis verlesen. Er sei in Berufung gegangen. Seit seiner Verhaftung am 11. Januar 2008 wird er im Haftzentrum Kashgar im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang in China festgehalten.* Die Anklage, so sein Anwalt Li Dunyoung, basiere auf harmlosen Interviews, die er Medien außerhalb von China gegeben habe. „Das Urteil ist weit schwerer, als ich erwartet hatte", so Li in einer am 7. Dezember veröffentlichen CAA-Pressemitteilung. Es sei die Höchststrafe für einen Vorwurf dieser Art. Hierfür erforderlich ist, so Li, dass seine Aktivitäten so gedeutet werden, dass er mit ihnen einen „irreparablen, schweren Schaden für die Nation verursacht“ habe.
CAA ruft zu Protesten auf
CAA-Präsident Bob Fu sagte, Alimjans Urteil sei das schwerste für einen Hausgemeindeleiter in fast einem Jahrzehnt. „Wir rufen die UN und Menschen mit Gewissen auf der ganzen Welt dazu auf, bei der chinesischen Regierung gegen diesen schweren Fall religiöser Verfolgung zu protestieren", sagte Fu. Alimjan wurde vom Staatssicherheitsdienst von Kashgar zunächst aufgrund „des Verdachts, der nationalen Sicherheit zu schaden" am 11. Januar 2008 inhaftiert. Seine Familie befürchtete die Todesstrafe. Der ehemalige Muslim Alimjan sei Informanten zufolge immer loyal gegenüber der chinesischen Regierung gewesen. Er habe seine Steuern treu bezahlt, aber keine dort üblichen Bestechungsgelder. Seine Kinder schickte er in dem überwiegend uigurischen Gebiet auf eine Chinesisch sprachige Schule.
Anwalt: Religiös motivierte Verfolgung
Im Februar 2008 änderte man die Vorwürfe gegen ihn in „Anstiftung zur Sezession" und Weitergabe von Staatsgeheimnissen. Wegen der ungenügenden Beweislage wurde der Fall im Mai 2008 jedoch an die Staatsanwaltschaft zurückgegeben. In diesem Jahr gab es nur wegen des zweiten Vorwurfs am 28. Juli 2009 eine Geheimverhandlung gegen Alimjan. Bei einem Besuch seines Anwalt Li am 21. April deutete der Christ an, es sei ihm nicht gestattet, über seinen Gesundheitszustand zu sprechen. Zeugen hatten gesehen, wie Polizisten und ein Gefängnisarzt ihn am 30. März in ein Krankenhaus brachten. „Bei dem ganzen Fall dreht es sich um Fragen der religiösen Überzeugung, die von voreingenommenen Strafverfolgungsbeamten, Staatsanwälten und dem Gericht gegen ihn angewandt wurden, weil er sich vom Islam zum Christentum bekehrt hat", sagte Anwalt Li. Da die Behörden alles fürchten, was sie nicht kontrollieren können, scheint man die Leitung der uigurischen Kirche aus dem Weg räumen zu wollen, so Informanten. Der ehemalige Muslim wurde vor über zehn Jahren Christ. Seitdem ist er ein engagiertes Mitglied der wachsenden uigurischen Kirche. Freunde vermuten, dass dies der Grund für seine Inhaftierung sei. Alimjan Yimit leitete ein landwirtschaftliches Unternehmen. Ihm wurde vorgeworfen, sein Geschäft als Deckmantel zu benutzen, um das Evangelium den muslimischen Uiguren zu verkünden. In der Region der ethnischen Uiguren geht die Regierung seit zwei Jahren scharf vor, nachdem es zu Unruhen kam. In Xinjiang herrscht Unmut zwischen den dort einheimischen Uiguren und Han-Chinesen wegen des Anspruchs auf Land und das reiche Vorkommen von Mineralien. Zudem praktiziert die überwiegende Mehrheit der Uiguren den Islam, während die meisten Chinesen offiziell Atheisten bzw. Anhänger buddhistischer oder synkretistischer Volksreligionen sind. Nur eine Handvoll der schätzungsweise 10 Millionen Uiguren in China sind Christen.
* Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors hatte zu ein Gebet und einer Schreibaktion für Alimjan Yimit und seine Frau Gulnur und die zwei Kinder aufgerufen. Es bittet weiterhin für die Familie zu beten und ihr zu schreiben. siehe www.opendoors-de.org (unter „Einsatz“/Schreiben)
(Quelle: Compass Direct/Übersetzung Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten Sie für Alimjan Yimit.
- Beten Sie auch für die Familie. Alimjan ist mit Gulnur verheiratet und sie haben einen 8-jährigen Sohn und eine 5-jährige Tochter. Jeglicher Kontakt zu seiner Familie ist dem Christen seit seiner Verhaftung verboten.
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03.12. - China
Shouwang-Gemeinde vertrieben
Die Shouwang-Hausgemeinde in der chinesischen Hauptstadt Peking musste Ende Oktober ihre angemieteten Räume am „Huajie Platz“ räumen. Dreieinhalb Jahre lang hatten sich die 500 Mitglieder dort zu Gottesdiensten getroffen. Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors bittet für die Gemeinde zu beten. Die Behörden des Bezirkes Haidian hatten den Vermieter unter Druck gesetzt, das Mietverhältnis mit den Christen zu beenden. Um dem Vermieter Schwierigkeiten zu ersparen, beschlossen die Gemeindeleiter vor Ablauf des Mietvertrages auszuziehen. Bereits mehrmals zuvor musste die Shouwang-Gemeinde angemietete Gebäude räumen, etwa vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Im Vorfeld ging die Regierung hart gegen Hausgemeindechristen vor. Nur in staatlich erlaubten Kirchen ist in China die Religionsausübung offiziell erlaubt. Die meisten der rund 80 Millionen Christen jedoch gehören zu staatlich verbotenen Hausgemeinden. Sie sind in einigen Provinzen harter behördlicher Willkür oder Verfolgung ausgesetzt. In größeren Städten treffen sich Hausgemeinden mit Hunderten von Mitgliedern durchaus in Hotels oder angemieteten Bürogebäuden. Doch jederzeit können Behörden die Gebäude räumen und die „illegalen“ Versammlungen verbieten.
Gottesdienst im Schnee
Um ihre Gottesdienste dennoch feiern zu können, zog die Gemeinde am 1. November vor das Osttor des Haidan-Paks. Der Park selbst war von der Polizei für die Öffentlichkeit geschlossen worden, um diese Versammlung dort zu verhindern. Weil es den Christen wichtig war, am „Tag des Herrn“ Gottesdienst zu feiern, organisierte die Leitung für die 500 Mitglieder bei starkem Schneefall drei „Open Air-Gottesdienste“. Am darauffolgenden Sonntag feierten sie wieder vor dem Park. Allerdings ohne Pastor Jin Tianming. Polizisten hatten ihn aus seiner Wohnung zu einem dreistündigen Verhör abgeholt. Kurz vor dem Chinabesuch des US-amerikanischen Präsidenten Obama am 16. November hatten die Behörden vor Versammlungen dieser Art gewarnt. Doch die Gemeinde konnte ihren Gottesdienst am 15. November ungehindert in einem Theater vor der „Central University of Nationalities“ feiern.
Bereit zur Nachfolge sein
Die Shouwanger-Gemeindeleiter schrieben in einem Brief an die Gemeindemitglieder: „Wir wissen nicht, was der Gemeinde bevorsteht. Es ist ein Weg, den unsere Generation noch nie gegangen ist. Aber wir glauben, dass es ein Weg ist, den der Herr Jesus gegangen ist. Solange wir bereit sind, uns Gott hinzugeben und den Preis der Nachfolge zu bezahlen, wird der Herr uns in ihm auf jeden Fall zum Sieg führen.“
(Quelle: Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten wir für die Shouwang-Gemeinde, die durch eine schwere Zeit geht. Mögen die Glaubensgeschwister füreinander einstehen, sich ermutigen und gegenseitig stärken.
- Beten wir für neue Räume. Die Immobilienpreise in Peking sind hoch und die Gemeinde muss nun noch weitere umgerechnet 984 000 Euro aufbringen. Doch selbst, wenn sie ein Gebäude finden, können sie jederzeit wieder vertrieben werden.
- Beten wir, dass die Gemeinde eine Möglichkeit findet, sich zu versammeln, wenn auch unter freiem Himmel. Im Winter können die Temperaturen in Peking auf minus 10°C sinken.
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02.12. - China
Hohe Gefängnisstrafen für Hausgemeindeleiter
Fünf Hausgemeindeleiter wurden am 25. November 2009 in der nordostchinesischen Provinz Shanxi zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt. Das berichtete der Informationsdienst Compass Direct. Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors bittet für die Verurteilten und ihre Angehörigen zu beten. Der chinesische Sicherheitsdienst (PSB) nahm die Leiter der Fushan-Kirche am 25. September 2009 ohne Haftbefehl fest. Die Christen waren auf dem Weg nach Peking, um gegen die Zerstörung eines Gemeindehauses auf dem Gelände einer Schuhfabrik in Linfen und das brutale Vorgehen gegen Christen am 13. September zu protestieren.
Hohe Strafen
Laut „China Aid Association“ (CAA) wurde die Hausgemeindeleiterin Yang Rongli vom Volksgerichtshof des Bezirks Raodu in Linfen (Provinz Shanxi) zu sieben Jahre Gefängnis verurteilt. Ihr wird „illegale Besetzung von landwirtschaftlicher Nutzfläche“ und "Störung der Personenverkehrsordnung durch Versammlung von Menschenmengen" vorgeworfen. Ihr Mann, Wang Xiaoguang, bekam drei Jahre Gefängnis für „illegale Besetzung von landwirtschaftlicher Nutzfläche". Unter demselben Vorwurf wurden Cui Jianxing zu viereinhalb Jahren und Yang Xuan zu dreieinhalb Jahren verurteilt. Zhang Huamei erhielt vier Jahre Gefängnis wegen "Störung der Personenverkehrsordnung durch Versammlung von Menschenmengen".
"Ungerechte Strafe"
Laut Epoch Times hatte ein Verwandter eines Gemeindemitgliedes die Bauerlaubnis für die Schuhfabrik erhalten und der zur Fushan-Kirche angehörenden Gemeinde in Linfen gestattet, sich auf dem Gelände zu versammeln. Die Gemeinde wurde zu groß, um sich in Privathäusern zu treffen. Das Netzwerk der Fushan Linfener Hausgemeindebewegung hat etwa 50.000 Mitglieder. Laut CAA-Präsident Bob Fu sei es über 30 Tochtergemeinden der Fushan-Kirche in der Umgebung untersagt worden, sich zum Gottesdienst in ihren Hausgemeinden und Privathäusern zu versammeln. „Unschuldige Hausgemeindeleiter zu sieben Jahren Haft zu verurteilen, ist das schwerste Urteil seit 2004, als der führende Hauskirchenleiter, Pastor Zhang Rongliang*, eine Strafe ähnlichen Ausmaßes erhielt", so Bob Fu in einer Pressemitteilung. „Wir verurteilen diese ungerechten Urteile scharf, die auf erfundenen Anklagen basieren."
Hintergrund:
Am 13. September 2009 gingen 400 uniformierte Polizisten sowie Zivilisten mit Planierrauben und Schaufeln, Schlagstöcken, Steinen, Eisenhaken und anderen Waffen gegen die Gemeindemitglieder vor und rissen die Wände des im Rohbau befindlichen Gemeindehauses ein. Sie prügelten auf die Christen bzw. Bauarbeiter ein, die bei dem fast fertigen Fabrikgebäude übernachteten, das die Gemeinde als Versammlungsort nutzt. 100 Christen wurden verletzt, etliche von ihnen schwer. Der Rohbau des Gemeindehaues wurde abgerissen. Auch 17 weitere Gebäude auf dem Gelände wurden zerstört, meldete Compass Direct. Fushaner Sicherheitsbehörden sollen, laut CAA, kirchlichen Leitern ca. 139.700 Euro Schadensersatz angeboten haben, wenn sie im Gegenzug kein Haus mehr für religiöse Zwecke bauen würden. Die meisten der schätzungsweise 80 Millionen Christen in China gehören zu staatlich nicht-registrierten Gemeinden.
*Seit Jahren ruft das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors zu Gebet für den an Diabetes erkrankten gefangenen Zhang Rongliang und seine Frau Chen auf. siehe Schreibaktion
(Quelle: Compass Direct/Übersetzung Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten wir für die verurteilten Christen und ihre Angehörigen.
- Beten wir auch für die Hausgemeinden der Fushan-Bewegung. Die Christen werden von den Behörden weiter schikaniert und brauchen einen sicheren Versammlungsort. Sie brauchen viel Weisheit.
- Beten wir weiter für Zhang Rongliang und seine Frau Chen.
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November 2009:
27.11. - Äthiopien
Witwe monatelang unschuldig in Haft
Immer wieder kommt es vor, dass unschuldige Christen der Lästerung des Islam beschuldigt werden. So erging es auch Etetu aus dem ostafrikanischen Äthiopien. Sie braucht unser Gebet. Die Witwe musste für vier Monate ins Gefängnis. Sie lebt in Hamaressa in der mehrheitlich von Muslimen bewohnten Region Harari. Fundamentalistische Muslime werfen ihr vor, den Islam beleidigt zu haben. Der Vorwurf konnte nicht bewiesen werden; selbst für ihre muslimischen Nachbarn und Kunden kam er überraschend.
Vorwurf: Koran entweiht
Etetu kommt aus einfachen Verhältnissen. Ihren Lebensunterhalt verdient sie sich mit dem Verkauf von Snacks in ihrem kleinen Kiosk. Sie gehört zu einer protestantischen Gemeinde und ist in der Nachbarschaft und ihrer Gemeinde bekannt für ihre Freundlichkeit und Gastfreundschaft. Im Oktober vorigen Jahres verhaftete sie die Polizei, nachdem ein Muslim behauptet hatte, Etetu habe Seiten aus dem Koran herausgerissen und Waren aus ihrem Kiosk darin eingewickelt. Die Polizei behauptete, Etetu zu ihrem eigenen Schutz in Haft genommen zu haben. Erfolglos setzten sich Kirchenleiter für ihre Freilassung ein. Erst nach vier Monaten kam sie nach Zahlung eines Bußgeldes von umgerechnet 50 Euro frei. Zwar sind seitdem viele Monate vergangen, doch Etetu bittet weiterhin um Gebet. Sie muss hart arbeiten, um die Umsatzrückstände wieder aufzuholen.
Gescheiterter Angriff
Kirchenleiter sehen hinter der willkürlichen Verhaftung den Versuch, verärgerte örtliche Muslime zu beruhigen. Gegenüber Open Doors berichteten sie, dass es vor der Verhaftung zu Spannungen zwischen Mitgliedern der äthiopisch-orthodoxen Kirche (EOC) und Muslime gekommen war. Harar, die Hauptstadt der Region Harari, gilt für äthiopische Muslime als die viertheiligste islamische Stadt nach Mekka, Medina und Jerusalem. Die örtlichen Muslime sind für ihren missionarischen Eifer bekannt. Im vergangenen Jahr verteilten sie an Kirchenmitglieder Videos mit islamischen Botschaften. Die EOC lud daraufhin ihre Mitglieder zu einer Schulung über den Islam in die Kirche ein. Darüber verärgerte Muslime wollten die Kirche in Hamaressa angreifen. Die Bundespolizei griff unverzüglich ein und verhaftete einige der Angreifer. Später demonstrierten Muslime in Hamaressa gegen die EOC. Noch bevor es zu einem geplanten Angriff auf Kirche kommen konnte, griff die Polizei ein. Daher vermuten lokale Kirchenleiter, dass die Extremisten „frustriert“ über den gescheiterten Angriff seien und deshalb Etetu der Blasphemie beschuldigten.
Von den 83 Millionen Einwohnern sind 53 Millionen Christen. 34 Prozent der Bevölkerung sind Muslime. Besonders in mehrheitlich von Muslimen bewohnten Gebieten kommt es zu Anfeindungen gegenüber Christen.
(Quelle: Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Danken wir für Etetus festes Vertrauen auf Gott.
- Beten wir, dass Gott für all das sorgt, was Etetu zum Leben braucht. Die Witwe muss allein für ihren Unterhalt sorgen.
- Wie Etetu leiden auch andere Christen für ihre Glauben, wenn sie inmitten einer muslimischen Ortschaft leben. Open Doors arbeitet hart daran, die Gemeinden zu unterstützen, damit diese sich um bedrängte Glaubensgeschwister kümmern können. Danken wir für die Möglichkeiten der Hilfe.
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26.11. - China
Uigurischer Christ aus Arbeitslager entlassen
Nach zwei Jahren Arbeitslagerhaft im Nordwesten Chinas ist der uigurische Hausgemeindeleiter Osman Imin am 18. November freigelassen worden. Das berichtete der Informationsdienst Compass Direct. Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors hatte weltweit zu Gebeten und zu einer Schreibaktion für Osman Imin (Foto) und seine Familie aufgerufen. Hunderte schrieben seiner Frau Nurgul und den beiden Töchtern ermutigende Briefe und Karten, um ihnen beizustehen. Auch Nurgul wird von den Behörden beschattet. Gegenüber Open Doors sagte sie, sie fühlt sich als Christin in ihrer Stadt isoliert, denn viele meiden sie aus Angst, ebenfalls verfolgt zu werden.
Täglich Zwangsarbeit
Osman Imin aus dem Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang wurde im November 2007 in einem nicht öffentlichen Prozess wegen Verrats von Staatsgeheimnissen und Bekehrungsversuchen von Muslimen zu zwei Jahren „Umerziehung durch Arbeit“ verurteilt. Bereits im Oktober 2004 war er in Süd-Xinjian verhaftet und in einem Haftzentrum von Hotan gefoltert worden. Man kettete ihn im Winter an ein Metallbett und schlug bei Verhören immer wieder auf ihn ein. Gegen Kaution kam er am 18. November 2004 frei, wurde jedoch im Oktober 2006 erneut verhaftet. Am 26. Juli 2007 stellten ihn die Behörden unter Hausarrest. Am 19. November 2007 kam es schließlich zur Festnahme unter dem Vorwurf des Geheimnisverrats. Ein Rechtsbeistand wurde ihm verweigert. Im Juni 2008 wurde sein Berufungsverfahren ohne Angabe von Gründen abgewendet. Im Arbeitslager bei Kashgar musste Osman Imin täglich bis zu 15 Stunden arbeiten. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich; es gab nicht genug zu essen.
Alimjan Yimit weiter in Haft
Die Christen im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang im Nordwesten von China sind eine Minderheit unter den mehrheitlich muslimischen Bewohnern der Region. Die Behörden beobachten das Wachstum der christlichen Gemeinden mit Sorge. Der Druck auf Christen kommt von mehreren Seiten: Als Uiguren gehören sie zu einer ethnischen Minderheit in China, zudem haben sie den Islam verlassen und wurden Christen. Und schließlich sind Christen den Behörden ein Dorn im Auge. Der uigurische Christ Alimjan Yimit ist seit 12. Januar 2008 in Haft. Im Mai 2008 wurde sein Fall aus Mangel an Beweisen zurückgewiesen. Er soll Informationen an ausländische Organisationen weitergegeben und gegen die uigurische Gemeinschaft gearbeitet haben. Die Staatsanwaltschaft legte den Fall jedoch Mitte Oktober 2008 wieder vor. Man drohte Alimjan mit einer Verurteilung von sechs Jahren Gefängnis oder der Hinrichtung. Alimjans Mutter erfuhr am 21. Mai dieses Jahres, dass der Staatssicherheitsdienst (PSB) in Kashgar plane, ihn stillschweigend zu drei Jahren Umerziehung durch Arbeit zu verurteilen, wozu der PSB nach chinesischem Recht befugt ist. Alimjan bekehrte sich vor mehr als zehn Jahren vom Islam zum Christentum und ist seitdem ein engagiertes Mitglied der wachsenden uigurischen Kirche. Freunde vermuten, dass dies der Grund für seine Inhaftierung sei. Alimjan leitet ein landwirtschaftliches Unternehmen; seine erste Obsternte wurde von den Behörden beschlagnahmt. Ihm wurde vorgeworfen, sein Geschäft als Deckmantel zu benutzen, um das Evangelium den muslimischen Uiguren zu verkünden.
Hinrichtung befürchtet
Alimjans Familie und Freunde befürchten, er könnte hingerichtet werden, wenn man ihn fälschlich mit mutmaßlichen Separatisten der Uiguren in Zusammenhang bringt. Da die Behörden alles fürchten, was sie nicht kontrollieren können, scheint man die Leitung der uigurischen Kirche aus dem Weg räumen zu wollen, so der Informationsdienst Compass Dirct. Die Behörden entzogen etlichen Anwälten, die uigurische Christen vertraten, die Lizenz. Darunter auch Alimjans Anwalt Li Dunyong. Sein jährlicher Antrag auf Erneuerung seiner Zulassung wurde Ende Mai dieses Jahres abgelehnt. Zhan Kai, ein Pekinger Anwalt, der Alimjan verteidigt hatte, erlitt dasselbe Schicksal. Die Behörden haben nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights in China die Lizenzen von mindestens 15 weiteren Anwälten, die in zivilrechtlichen Fällen religiöse und ethnische Minderheiten sowie politische Dissidenten verteidigt hatten, nicht erneuert.
(Quelle: Compass Direct/Übersetzung Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Danken wir für die Freilassung von Osman Imin und beten wir für seine Genesung. Beten wir auch für seine Familie.
- Beten wir für die wachsende christliche Gemeinde in der Provinz Xinjiang. Sie steht vor großen Herausforderungen inmitten eines feindlichen Umfeldes.
- Beten wir für die Freilassung von Alimjan Yimit und für seine Frau Gulnur und die beiden Kinder.
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18.11. - Iran
Maryam und Marzieh sind endlich frei
Maryam Rostampour und Marzieh Amirizadeh sind endlich frei: Die zwei seit März im Iran inhaftierten Christinnen wurden heute, 18. November, aus dem berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis entlassen. Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors hatte seit ihrer Verhaftung zu weltweiten Gebeten und zu einer Unterschriftenaktion für ihre Entlassung aufgerufen. Ein Freund der beiden Frauen bedankte sich nach der Entlassung bei Open Doors: "Ich danke euch und den Tausenden von Christen, die sich für Maryam und Marzieh eingesetzt und gebetet haben."
Weitere Anhörungen?
„Wir sind so dankbar, dass Maryam und Marzieh ohne Kaution freigelassen wurden”, sagte ein Open Doors-Mitarbeiter, „Sie sind derzeit zu Hause.“ Obwohl ihre Entlassung ein Grund zur Freude sei, sei unklar, ob es sich hierbei um eine bedingungslose Entlassung handle. Gängige Praxis im Iran ist, dass Christen nach ihrer Entlassung weiterhin zu gerichtlichen Anhörungen erscheinen müssen. „Das passiert sehr häufig“, sagte der Mitarbeiter aus dem Iran, der anonym bleiben muss, „Sie werden auf Kaution entlassen, aber die Behörden üben weiterhin Druck auf sie aus.“ Soweit bekannt ist, wurden die Frauen in Haft nicht körperlich misshandelt. Doch ihnen wurde die medizinische Versorgung verwehrt. Die 31-jährige Marzieh leidet an einer Zahninfektion, unter heftigen Kopfschmerzen und Rückenbeschwerden.
Ehemalige Muslimas blieben standhaft
Am 5. März wurden die beiden Frauen verhaftet. Ihnen wurde vorgeworfen, „der Staatssicherheit entgegenzuhandeln" und „an illegalen Versammlungen teilzunehmen". Am 7. Oktober wurde die Anklage wegen staatsfeindlicher Aktivitäten fallengelassen und ihr Fall vom Revolutionsgericht an einen Strafgerichtshof verwiesen. Weiterhin wurde den beiden ehemaligen Muslimas „Abfall vom Islam“ und die illegale Verkündigung ihres christlichen Glaubens vorgeworfen. Ihnen drohten lebenslange Haft und tägliches Auspeitschen. In einer kurzen Verhandlung am 9. August befragte der Richter sie nach ihrer Religion. Darauf antworteten die Frauen: „Wir lieben Jesus. Und ja, wir sind Christen. Wir wurden in eine muslimische Familie hineingeboren, aber wir waren keine Muslime.“ Der Richter wies sie an, darüber nachzudenken, ob sie ihrem Glauben an Jesus abschwören und zum Islam zurückkehren wollen. Doch die Frauen weigerten sich und blieben Jesus treu.
(Quelle: Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Danken wir für die Entlassung der beiden Frauen aus der Haft.
- Beten wir nun für die nächste Zeit. Mögen sie sich gut erholen und viel Beistand und Hilfe von anderen Christen erfahren. Marzieh braucht dringend medizinische Hilfe.
- Beten wir dafür, dass die Behörden sie nicht weiter unter Druck setzen. In vorangegangenen Fällen wurde Christen untersagt, eine Gemeinde zu besuchen und jeglicher Kontakt zu Christen verboten.
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17.11. - Eritrea
Erneut Pastor verhaftet
Ein weiteres Mitglied der „Full Gospel Church“ in der eritreischen Hauptstadt Asmara ist verhaftet worden. Somit steigt die Zahl der Festnahmen von Mitgliedern dieser Gemeinde auf 11 an. Wie das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors erfuhr, wurde Pastor Ghide Haile bereits am 7. November festgenommen. Die näheren Umstände sind unbekannt. Er soll sich jedoch auf der Polizeistation 2 in Asmara befinden. Open Doors bittet für die Gefangenen und ihre Familien zu beten. Eritrea gehört mit Platz 9 auf dem Open Doors-Weltverfolgungsindex 2009 zu den zehn schlimmsten Christenverfolgerstaaten.
Hausarrest verschärft
Inzwischen wurde der Hausarrest um Pastors Tewelde Hailom verschärft. Seine Schwester, die sich bislang um ihn daheim kümmerte, wurde von den Sicherheitskräften angewiesen, das Haus zu verlassen. Sie hatte sich um den kranken Mann gekümmert. Tewelde Hailom erhält täglich lediglich ein Stück Brot und eine Tasse Tee am Morgen und am Abend. Er leidet an einem Magengeschwür, das sich zunehmend verschlechtert. Hailom ist Ältester der „Full Gospel Church“ in Asmara. Bei einer Razzia im Haus eines Pastors am 14. Oktober nahmen Sicherheitskräfte drei Christen fest. Pastor Hailom selbst wurde aufgrund seiner schwachen Gesundheit nicht verhaftet, sondern unter bewachten Hausarrest gestellt. Sieben weitere Mitglieder der Gemeinde wurden am 16. Oktober ebenfalls ohne offizielle Anklage verhaftet.
Tausende Christen gefangen
Nach Angaben von Kirchenleitern sind derzeit nahezu 3.000 Christen aufgrund ihres Glaubens landesweit in Polizeistationen, Militärlagern oder Schiffscontainern (Foto) unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt. Viele sitzen seit Monaten oder Jahren ohne offizielle Anklage oder Gerichtsverfahren ein. Mindestens zehn Christen starben bereits in Gefangenschaft an den Folgen der Haftbedingungen und mangelnder medizinischer Versorgung. Von den 4,9 Millionen Einwohnern Eritreas sind 44 Prozent Christen und 47 Prozent Muslime. Im Mai 2002 erklärte Präsident Issayas Afewerki alle Angehörigen nicht erlaubter Kirchen – darunter 35 evangelikale – zu Staatsfeinden. Nur die orthodoxe und die katholische Kirche sowie die Lutheraner und der Islam sind anerkannt. Seitdem veranlasst die Regierung Kirchenschließungen und verbietet Privatversammlungen.
(Quelle: Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten wir für Gottes Eingreifen in Eritrea.
- Beten wir für die Unversehrtheit und für die Freilassung aller gefangenen Christen. Oft ist unklar, wo sie sich befinden. Nach Augenzeugenberichten werden die Gefangenen häufig geschlagen und gedemütigt.
- Denken wir auch an die Angehörigen der Christen.
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16.11. - Deutschland
Trotz Verfolgung werden Muslime Christen
Derzeit werden weltweit 100 Millionen Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Dennoch bekehren sich gerade in islamischen Ländern mit schwerer Verfolgung viele Muslime zum Christentum, berichtete Stefan da Silva (Niederlande) am 14. November auf dem Open Doors-Tag im hessischen Marburg. Vor über 700 Besuchern rief der Regionalleiter für den Mittleren Osten des überkonfessionellen Hilfswerkes Open Doors zum Gebet für verfolgte Christen auf. Sie würden besonders geistliche Stärkung und Ermutigung brauchen, um in ihrem Glauben treu zu bleiben. Zudem sei die biblische Ausbildung* (Jüngerschaftskurse) von Neubekehrten unerlässlich. Vielen Untergrundgemeinden aus ehemaligen Muslimen ohne ausgebildete Pastoren mangele es an biblisch-fundierten Schulungen, um die Bibel zu verstehen. „Nur mit einem gefestigten Glauben und Gottvertrauen können Christen der zunehmenden Verfolgung entgegentreten.“ In wachsenden Untergrundgemeinden aus ehemaligen Muslimen in islamischen Ländern wie dem Iran sehen religiöse Eiferer, Islamisten und Terrorgruppen, aber auch islamische Regierungen eine Bedrohung.
Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland (Kelkheim), läutete in Marburg das zweite Jahr der dreijährigen weltweiten Gebets- und Hilfskampagne „Gefährlicher Glaube“ für Christen und ehemalige Muslime in der islamischen Welt ein. Er rief die Besucher auf, sich an die Seite verfolgter Christen zu stellen. Hierfür stellt das Werk regelmäßig Gebetsanliegen und Hintergründe auf seiner Website oder im kostenfreien Monatsmagazin bereit.
Nach dem Iran und Irak stehen im 2. Jahr der Gebetsbewegung Christen in den Ländern Nordafrikas im Fokus. Derzeit beten rund 900 Teilnehmer verbindlich jeweils zehn Minuten pro Woche in der Kampagne mit. Medienpartner des Open Doors-Tags 2009 war Bibel-TV. Im Dezember strahlt der christliche Sender alle Vorträge in seinem Programm aus.
Algerien: Wachsender Unmut
Da Silva berichtete über wachsende Gemeinden in Nordafrika, etwa in Algerien, mahnte aber gleichzeitig einen verantwortungsbewussten Umgang mit Informationen und Zahlen an. So würden Berichte mit übertriebenen Bekehrungszahlen ausländischer Organisationen - laut denen es über 100.000 Christen in Algerien gäbe – islamistische Terrorgruppen provozieren und gegen algerische Christen aufbringen. Mit strengen Gesetzen wolle zudem die Regierung diese wachsende Hausgemeindebewegung stoppen. Viele staatlich nicht registrierte Kirchen mussten schließen; die Kontrolle des Bibelimportes habe zu einem Mangel an christlicher Literatur geführt. Open Doors schätzt, dass es derzeit über 20.000 einheimische Christen in Algerien gibt.
Mauretanien: Schlimmstes Jahr für Kirche
Da Silva appellierte in der Evangeliumshalle in Marburg, besonders für die 4.200 Christen unter den 3,1 Millionen Einwohnern des westafrikanischen Mauretaniens zu beten. So sei es nach der Ermordung des 39-jährigen Christopher Leggett im Juni zwar zu Festnahmen der mutmaßlichen Täter aus Al Kaida-Kreisen gekommen. Doch lenkte der Mord die Aufmerksamkeit auf die kleine Minderheit von Christen, unter denen auch ehemalige Muslime ihren Glauben heimlich praktizieren. 35 Christen seien verhaftet und die meisten von ihnen gefoltert worden. „Dies ist das bislang schlimmste Jahr in der Geschichte der Kirche in Mauretanien“, so da Silva. Viele der freigelassenen, traumatisierten Christen wären aus ihrem Heimatort weggezogen und hätten das Land verlassen. Einem arabischen Fernsehsender sagte ein Al Kaida-Sprecher nach der Tat im Juni, Leggett musste sterben, weil er Muslime zum Christentum bekehren wollte. Der Islam ist Staatsreligion. Einheimische Medien machen Stimmung gegen Christen. Berichtet wurde, das Christentum sei eine gefährliche Bewegung, die bekämpft werden muss. Islamisten bedrohten Christen auch mit dem Tod. Wird ein mauretanischer Muslim Christ, wird er von seiner Familie oder Teilen der Gesellschaft gedrängt, zum Islam zurückzukehren.
Nigeria: Vormarsch des Islam
Ein Jahr nach den blutigen Unruhen im nigerianischen Bundesstaat Plateau würden die Betroffenen noch immer unter den traumatischen Ereignissen leiden, berichtete Pastor Amaru, Leiter der Open Doors-Arbeit in Nigeria. Während in zwölf nördlichen Bundesstaaten das islamische Recht gilt, ist der Süden des Landes christlich. Seit Langem, so Amaru, wollen Islamisten den überwiegend christlichen Bundesstaat Plateau dem Islam unterwerfen und Christen vertreiben oder unterjochen. In den vergangenen Jahren kam es zu mehreren Gewaltausbrüchen. Zuletzt brannten Islamisten Ende November 2008 Kirchen und Häuser von Christen nieder und griffen besonders Kirchenleiter an. Die blutige Bilanz: Über 120 Christen starben, 56 Kirchen wurden geplündert, verwüstet oder angezündet. Etwa 30.000 Menschen flüchteten in Panik aus ihren Häusern. Viele kehrten nicht wieder zurück. Mit Lebensmittelhilfe, Schulgeld für die Kinder und Trauma-Seminaren unterstützt Open Doors in Kooperation mit einheimischen Kirchen weiter die Opfer der Gewalttat.
Witwe Bot: „Lest eure Bibel und betet“
Die 51-jährige Witwe Tabitha Bot (Jos/Plateau, Foto) verlor ihren Mann bei einem Gewaltausbruch vor acht Jahren. Sie betreut heute in einem Gemeindeprojekt 56 Witwen. Viele der Männer wurden ebenfalls von extremistischen Muslimen ermordet. Tabitha Bot berichtete in Marburg, dass die Witwen mit teilweise bis zu zehn Kindern kaum wieder einen Ehemann und damit einen Versorger finden. Sie sind abhängig von der Unterstützung ihrer Gemeinden. Nach dem Tod war auch die mehrfache Mutter mittellos, ohne Haus und Einkommen. Sie habe damit gerungen, den Mördern ihres Mannes vergeben zu können. „Nur mein Glaube an Jesus hat mich in dieser Zeit getragen und ermutigt.“ Im Laufe der Jahre habe sie erkannt, dass sie den Mördern vergeben müsse, weil Gott auch ihr mit dem Kreuzestod Jesu vergeben habe. „Und Jesus liebt auch meine Feinde, denn er ist auch für Muslime gestorben“, sagte Tabitha Bot. „Ich weiß, dass Christen weltweit für uns in Nigeria beten und uns Briefe und Karten schreiben, damit wir standhaft bleiben. Und ich bitte euch: Betet weiter für uns.“ Wer in der Bedrängnis ausharren will, so die Witwe weiter, braucht einen festen Glauben. Sie ermutige daher auch die Witwen in Jos: „Lest eure Bibel und betet. Denn was wir fest in unseren Herzen tragen, kann uns niemand wegnehmen.“
(Quelle: Open Doors Deutschland)
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12.11. - Türkei
Gebet für angeklagte Christen
Die türkischen Christen Hakan Tastan und Turan Topal wurden im Oktober 2006 festgenommen. Nach einer zweitägigen Ermittlung klagte man sie an, das Türkentum und den Islam beleidigt zu haben, als sie in Silivri, 72 km westlich von Istanbul, mit drei jungen Männern über ihren Glauben sprachen.
Nachdem drei Zeugen der Anklage – alle Angestellte diverser Gerichtsabteilungen in Istanbul – am 15. Oktober 2009 aussagten, sie würden die beiden Angeklagten nicht kennen, nannte der Verteidiger Haydar Polat (Foto, links im Bild Turan Topal) den Prozess «einen Skandal. Es war ein geplanter, aber nicht erfolgreicher Komplott gegen seine Mandanten, da es keine Beweise gibt.» Für die nächste Anhörung am 28. Januar 2010 hat das Gericht nochmals drei weitere Zeugen der Anklage vorgeladen, die am 15. Oktober 2009 nicht erschienen sind. Bei diesen Zeugen handelt es sich um eine in der Istanbuler Zentrale der Geheimpolizei angestellte Frau und zwei Angehörige der Streitkräfte.
Missionare gelten als Bedrohung
Im Fortschrittsbericht der EU für die Türkei vom 14. Oktober 2009 heißt es: „Missionare werden weithin als Bedrohung für die Integrität des Landes und die muslimische Religion wahrgenommen. Weitere Bemühungen sind nötig, um ein Umfeld zu schaffen, das besonders der vollen Respektierung der Religionsfreiheit dienlich ist.“ Die türkische Verfassung garantiert allen Bürgern Religionsfreiheit. Von den 74 Millionen Einwohnern der Türkei sind 99 Prozent Muslime. Christen bilden eine Minderheit von 0,17 Prozent. Der Islam gilt als wichtigstes Element der türkischen Identität. Christlichen Missionaren wird unterstellt, wie Staatsfeinde gegen die nationale Einheit in der Türkei zu arbeiten.
(Quelle: Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
-Beten wir für die beiden Christen und danken wir für ihre Treue im Glauben trotz Verfolgung.
-Beten wir für die anstehende Verhandlung und für einen Freispruch.
-Beten wir, dass in der Türkei, wo einst das Christentum tief verwurzelt war, Christen nicht weiter verfolgt werden.
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11.11. - Indonesien
Kirchenbau nach Protesten gestoppt
Auf West Java in Indonesien wurde der Bau einer Kirche gestoppt, nachdem Islamisten Druck auf die Nachbarn ausgeübt haben. Wie der Informationsdienst Compass Direct berichtete, entschied der Regent des Landeskreises Purwakarta am 16. Oktober 2009 gegen den Bau der katholischen St. Marien Kirche in Cinanka. Laut indonesischem Recht müssen die Anwohner dem Bau einer Kirche zustimmen. Die erforderliche Unterstützung war zunächst gegeben. Doch nachdem die Nachbarn von Islamisten bedroht worden waren, zogen 15 Anwohner ihr Einverständnis zurück. „Die Unterzeichner wurden von Anhängern der FPI (Islamische Verteidigungsfront) terrorisiert", so Priester Agustinus Made gegenüber Compass Direct. „Sie waren so eingeschüchtert, dass viele auch nicht mehr an einer Sitzung des interreligiösen Gesprächsforums teilnehmen wollten. Auch die Mitglieder des Forums und des Religionsamtes wurden von der FPI terrorisiert.“ Die FPI habe durch wiederholte Demonstrationen seit Ende des islamischen Fastenmonats (am 22. August) auch den Regenten des Bezirks eingeschüchtert. Daher zog auch er die vor zwei Jahren von ihm erteilte Baugenehmigung zurück, so Made. Indonesien* ist das größte islamisch-geprägte Land, in dem laut Verfassung Religionsfreiheit herrscht. Von den 231 Millionen Einwohnern sind 80 Prozent Muslime. 16 Prozent – ca. 37 Millionen – sind Christen. Auf dem Weltverfolgungsindex 2009 des Hilfswerks für verfolgte Christen Open Doors belegt Indonesien Platz 41, in der Liste der Länder, in denen Christen am meisten verfolgt werden.
Vertreibung befürchtet
In Indonesien muss per Gesetz eine Gemeinde aus mindestens 90 erwachsenen Mitgliedern bestehen und mindestens 60 Nachbarn und die Ortsverwaltung dem Bau einer Kirche zustimmen. Einheimischen Gemeindeleitern zufolge sei es praktisch unmöglich, unter diesen Bedingungen eine Baugenehmigung zu erhalten. Mit der Zustimmung von nur 45 Bürgern zum Bau der katholischen Kirche in Cinanka sei die Vorschrift nicht erfüllt, hieß es aus dem Büro des Regenten. Zudem fehle auch das Einverständnis des Wohnblockvorstehers. Die über 1.000 Mitglieder große Gemeinde hält ihre Gottesdienste seit 2002 im Lagerhaus einer Stahlfabrik ab. Aufgrund des Widerrufs der Baugenehmigung befürchtet Pastor Made nun, dass Radikale Druck auf den Besitzer des Lagerhauses ausüben werden, um die Gemeinde zu vertreiben. Die Gemeinde bereitet eine gerichtliche Klage vor.
(Quelle: Compass Direct/übersetzt Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten wir für die Christen in Indonesien. Ihr Bemühungen um ein friedliches Miteinander von Muslimen und Christen wird häufig von extremistischen Islamisten zunichte gemacht.
- Beten wir für Weisheit für die Christen der Kirche in Cinanka bei ihrer gerichtlichen Auseinandersetzung.
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10.11. - Malaysia
15.000 Bibeln beschlagnahmt
Im südostasiatischen Malaysia wurden in den vergangenen Monaten 15.000 Bibeln von Zollbehörden beschlagnahmt, weil sie das Wort „Allah“ enthalten. Die Bibeln in malaysischer Sprache stammen aus Indonesien. Etwa 10 000 Stück liegen in Kuching, der ostmalaysischen Hauptstadt von Sarawak; weitere 5.000 Exemplare in Kelang in der Nähe von Kuala Lumpur. Nach Ansicht der Regierung des überwiegend islamischen Landes ist die Bezeichnung „Allah“ nur Muslimen vorbehalten. Die „Christian Federation of Malaysia“ (CFM) verlangte am 4. November die unverzügliche Freigabe der Bibeln. Die CFM ist die Vertretung dreier christlicher Gruppen: der katholischen Bischofskonferenz von Malaysia, des Rates der Kirchen Malaysias und der National Evangelical Christan Fellowship Malaysia. Die Regierung erlaubte nach CFM-Angaben im Jahr 2005 den Gebrauch der Gottesbezeichnung „Allah“ in nicht-muslimischer Literatur. CFM-Sekretär Tan Kong Beng wies auf eine schriftliche Genehmigung vom Dezember 2005 hin. Demnach dürfen Bahasa-Malaysia-Bibeln vertrieben werden, sofern das Kreuzsymbol und die Worte „eine christliche Veröffentlichung" auf dem Titel abgedruckt sind. Kirchen und christliche Organisationen argumentieren, dass „Allah“ eine allgemeine Bezeichnung für Gott in der Landessprache sei.
Christen wehren sich
Abgesehen von einem zeitweiligen Druckverbot für den römisch-katholischen "Herald" im Jahr 2007 und laufenden Rechtsstreitigkeiten um den Gebrauch des Wortes "Allah" durch das Wochenblatt kam es kaum zu Schwierigkeiten. Im März 2009 jedoch begann die Beschlagnahmung von CDs, Sonntagsschulunterlagen und Bibeln, die das Wort "Allah" enthielten. Kirchliche Leiter strengten Prozesse an, die langsam die gerichtlichen Instanzen durchlaufen und das Recht des Innenministers bestreiten, dem Gebrauch von "Allah" zu begrenzen und die Religionsfreiheit einzuschränken. Die Bibeln auf Malaysisch zurückzuhalten ist laut CFM eine Verletzung des Verfassungsartikels 11, der jedem Malaysier das Recht gibt, seinen Glauben zu bekennen und zu praktizieren. Von den 27,2 Millionen Einwohnern Malaysias sind 60 Prozent Muslimen, 19 Prozent Buddhisten und etwa neun Prozent Christen. Etwa sechs Prozent sind Hindus und fast drei Prozent sind Anhänger des Konfuzianismus, Taoismus und anderen traditionellen chinesischen Religionen.
(Quelle: Compass Direct/übersetzt Open Doors Deutschland)
Gebetsanliegen:
- Beten wir für Christen in Eritrea, die Aufgrund ihres Glaubens verhaftet wurden. Mögen sie in dieser schweren Zeit Gottes Beistand erfahren.
- Beten wir, dass sie in Haft nicht gefoltert werden und versorgt sind. Beten wir für ihre Freilassung.
- Beten wir auch für die Familien der Christen, die neben der Ungewissheit und Sorge nun ohne Versorger ihre Existenz sichern müssen.